Aktien Schweiz Eröffnung: Schwächerer Start - Warten auf Impulse

Die Schweizer Börse ist am Dienstag schwächer gestartet, wobei sich die Abgaben im frühen Verlauf ausgeweitet haben. Der Markt konsolidiere die jüngsten Gewinne, heisst es im Handel. Es fehlten die Impulse aus den USA, weil am Vortag wegen des Labor Day-Feiertags die Wall Street geschlossen war. Auch bestünden die Negativfaktoren wie der Handelskrieg der USA mit China, die Probleme Italiens sowie und Konjunktur und Brexit-Sorgen weiter.
03.09.2019 09:40

Impulse könnten von den im Laufe des Tages erwarteten Konjunkturzahlen ausgehen. In der Eurozone stehen die Produzentenpreise und in den USA der gewerbliche Einkaufsmanagerindex auf der Agenda. Der Höhepunkt des Datenreigens der laufenden Woche ist am Freitag, wenn der offizielle US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wird. Davon erhoffen sich die Anleger Hinweise über das Ausmass der 2019 noch zu erwartenden US-Zinsschritte. Die Notenbank stehe weiter unter Druck, ihre Leitzinsen zu senken, heisst es in einem Kommentar der Credit Suisse. "Wir rechnen nun für das laufende Jahr mit mindestens zwei weiteren Zinsschnitten", meint die Grossbank mit Blick auf die Unsicherheiten.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 9.15 Uhr um 0,65 Prozent tiefer bei 9'859,70 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) fällt um 0,63 Prozent auf 1'495,65 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,42 Prozent auf 12'040,02 Zähler. Sämtliche 30 SLI-Werte notieren schwächer.

Die stärksten Abschläge im SLI verbuchen die Anteile der Luxusgüterhersteller Swatch (-2,4% auf 260,90 Fr.) und Richemont (-1,5%). Der Handelskrieg und die Demonstrationen in Hongkong liessen grüssen, sagte ein Händler. Zudem hat SocGen das Kursziel für Swatch auf 257 von 296 Franken gesenkt und die Verkaufsempfehlung bestätigt.

Rund ein Prozent tiefer gehandelt werden zudem AMS (-1,2%), CS Group verlieren 0,9 Prozent.

Besser als der Markt schlagen sich die Anteile des Hörgeräteherstellers Sonova (-0,04%) und des Bankensoftware-Konzerns Temenos (-0,2%).

Am breiten Markt fallen BKW mit einem Kurssprung im 8,9 Prozent auf. Der Stromkonzern hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dagegen hat der Zughersteller Stadler (-5,6%) im ersten Halbjahr die Erwartungen verfehlt.

Die Zulassung einer Studie durch die US-Arzneimittelbehörde FDA mit einem Produktkandidaten hat zudem die Anleger zu Käufen von Kuros ermuntert. Der Titel schnellt um über einen Fünftel in die Höhe.

pre/uh

(AWP)

 
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