Aktien Schweiz Eröffnung: SMI bewegt sich kaum vom Fleck

Der Schweizer Aktienmarkt pendelt am Montag im frühen Geschäft um den Schlussstand vom vergangenen Freitag. Nach einer von den Schwergewichten Roche und Nestlé geprägten schwächeren Woche bewegt sich der SMI zumindest in der Eröffnungsphase vorerst seitwärts. Die Stimmung an den Börsen wird in Marktkreisen als nach wie vor positiv bezeichnet, nicht zuletzt wegen der Einigung auf ein Budget in den USA von Ende vergangener Woche und wegen des Wahlsiegs der rechtskonservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Shinzo in Japan Abe am Wochenende.
23.10.2017 10:15

So zeigt sich etwa auch die UBS für den weltweiten Aktienmarkt anhaltend zuversichtlich und bestätigt für diese Anlageklasse die Empfehlung "Overweight". Sowohl die Konjunktur als auch die Unternehmensgewinne dürften die Aktien weiterhin stützen, glauben die Analysten der Grossbank. Risikofaktoren wie der weiter eskalierende Streit um Katalonien oder die Fragen rund um den Brexit werden zwar in Börsenkommentaren nicht ausgeklammert, belasten aber die Aktienkurse momentan kaum. "Die Aktienmärkte sind weiterhin gut gelaunt", heisst es entsprechend in einem Kommentar der ZKB.

Der SMI verliert bis um 09.30 Uhr um 0,05% auf 9'237,13 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,02% auf 10'552,42 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt dagegen ebenso knapp um 0,03% auf 1'493,74 Punkte zu. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 17 im Plus, 12 im Minus und einer (Swisscom) unverändert.

Mit am meisten gesucht sind im frühen Geschäft Vifor Pharma (+1,0%). Laut Händlern hat eine US-Bank den Titel in ihr Anlageuniversum mit der Einstufung "Buy" aufgenommen. Ähnlich stark präsentieren sich Sonova (+1,0%) und Lonza (+1,1%) auf den weiteren Podestplätzen, während dahinter Geberit (+0,6%) sowie Kühne+Nagel (+0,5%) bereits etwas Abstand aufweisen. SGS (+0,5%) erhalten von einer Kurszielerhöhung bei unverändertem Rating "Equalweight" durch Barclays etwas Rückenwind. Die Bank hat die Schätzungen für das Unternehmen im Vorfeld der Investorentage von Ende dieser Woche erhöht.

Credit Suisse (+0,1%) fallen im breiten Mittelfeld nach einer starken Vorwoche nicht weiter auf. Die am Freitag vom Hedgefunds RBR Capital Advisors von Rudolf Bohli vorgelegten detaillierten Pläne zur Aufspaltung der Bank und die Äusserungen Bohlis in verschiedenen Interviews bewegen die Aktie kaum. Im Wesentlichen bestätigte Bohli, was bereits bekannt war, nämlich dass die Bank in drei Einheiten aufgeteilt werden soll. Er liess ausserdem verlauten, dass er seinen Anteil von derzeit rund 100 Mio CHF auf 1 Mrd CHF vergrössern möchte.

Von den drei Schwergewichten ziehen einzig Novartis (+0,1%) etwas an. Der Pharmakonzern hat über den Erhalt des Status "Breakthrough Therapy" für eine Kombinations-Therapie aus Tafinlar und Mekinist berichtet, dies in der Indikation gegen eine spezifische Art von Hautkrebs. Roche (-0,1%) und Nestlé (-0,2%), beide in der Vorwoche nach Quartalszahlen bereits mit Abgaben, setzen zum Wochenstart die negative Tendenz fort.

Am meisten geben indes Swatch (-0,4%) nach, dahinter folgen Swiss Re, Bâloise, LafargeHolcim, Aryzta und Logitech mit je -0,3%.

Im breiten Markt profitieren Meyer Burger (+9,6%) markant von einem Grossauftrag über 45 Mio CHF von einem italienischem Kunden. Dieser sei strategisch wichtig, hiess es in einem Kommentar. Gleichzeitig hat die Bank Vontobel das Rating für die Aktie aufgrund dieser Bestellung auf "Buy" von "Hold" erhöht.

Santhera (+3,0%) werden von einer positiven Empfehlung der FDA zu Raxone und Basilea (+1,7%) etwas moderater von einer Meilensteinzahlung über 5 Mio CHF getrieben. Ausgelöst wurde diese, weil die Verkäufe des Anti-Pilz-Medikaments Cresemba in den USA einen ersten vereinbarten Schwellenwert überschritten haben.

Etwas gesucht sind zudem Cosmo (+1,1%), hat doch das Biotech-Unternehmen von der FDA für den Produktkandidaten Aemcolo in der Behandlung von Reisedurchfall sowohl den Status Fast Track als auch QIDP (Qualified Infectious Disease Product) erhalten.

Leonteq dagegen geben um 2,0% nach. Der Titel wird von einer Rückstufung durch die Credit Suisse auf "Neutral" von "Outperform" gebremst; die Rückstufung erfolgt aus Bewertungsgründen.

cf/uh

(AWP)