Aktien Schweiz Eröffnung: SMI gibt weiter nach

Am Schweizer Aktienmarkt bleibt die Lage am Donnerstag nach den deutlichen Einbussen des Vortages nach wie vor angespannt. Am Mittwoch hatten die Sorgen um den Handelskrieg zwischen den USA und China, Währungsturbulenzen in Schwellenländern und der Ausverkauf an der US-Techbörse den Leitindex SMI unter die Marke von 8'900 Punkten gedrückt. Nun rutscht das Börsenbarometer weiter ab.
06.09.2018 09:26

Die Stimmung werde nach wie vor von den Unsicherheiten zum Handelskrieg geprägt, hiess es am Markt. Die Furcht geht um, dass US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle auf chinesischen Waren verhängen und der Streit weiter eskalieren wird.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.15 Uhr 0,34 Prozent tiefer bei 8'839,37 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,27 Prozent auf 1'446,48 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,36 Prozent auf 10'548,61 Stellen.

Im Fokus stehen bei den Blue Chips die Papiere der Pharmakonzerne Novartis (-0,3%) und Roche (-0,7%). Novartis hat den Verkauf eines Teils des US-Generika-Geschäfts ihrer Tochter Sandoz gemeldet und kann sich an der Börse trotz vorbörslich positiver Indikationen dem allgemeinen Negativtrend nicht entziehen. Analysten hatten den Preis allerdings als realtiv tief eingeschätzt. Roche leiden indessen unter einer Verzögerung im US-Zulassungsverfahrens zum Immuntherapeutikums Tecentriq für die Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs.

Bei Nestlé (-0,4%) lastet derweil eine Kurszielsenkung durch Goldman Sachs auf dem Kurs. Das US-Finanzhaus hat jedoch die Kaufempfehlung bestätigt. Noch deutlicher büssen nebst den volatilen Aryzta-Aktien (-1,2%) auch die Grossbanken UBS und Credit Suisse (je -0,9%) an Wert ein. Sie hatten allerdings am Vortag entgegen dem Markttrend zugelegt.

Festere Kurse sind bei Swatch Group (+0,5%) oder Sonova (+0,4%) zu sehen. Swatch können so einen allerdings kleinen Teil der zuletzt erlittenen Verluste aufholen.

Am breiten Markt verliert Börsenneuling Polyphor nach Halbjahreszahlen und der Meldung, dass sich die dänische Novo mit 6,8 Millionen Franken beteiligt lediglich 0,2 Prozent. Romande Energie wurden nach Zahlen noch nicht gehandelt.

mk/kw

(AWP)