Aktien Schweiz Eröffnung: SMI kaum verändert - Notenbanker im Blick

Der Schweizer Aktienmarkt ist gehalten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Leitindex SMI pendelt seit Handelsstart mit geringen Ausschlägen um den Vortagesschluss. Die Vorgaben waren gemischt ausgefallen. Während die US-Märkte am Vorabend keine eindeutige Richtung aufwiesen, zeigten die asiatischen Märkte Kursgewinne. In Japan sorgte eine festere Inflation für Aufschläge beim Nikkei. Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt Händlern zufolge auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole und dürfte für Zurückhaltung sorgen.
25.08.2017 10:10

Dabei erhoffen sich die Marktakteure von den Chefs der EZB und der US-Notenbank, also Mario Draghi und Janet Yellen, zumindest Hinweise auf den weiteren Kurs der Geldpolitik in den USA und Europa. Mit Spannung erwartet wird die Rede von Fed-Präsidentin Yellen an dem Treffen in Wyoming am Nachmittag. Neben der Frage des Tempos weiterer Zinsschritte oder des Abbaus der Bilanz steht dabei auch das Thema einer zweiten Amtszeit der Fed-Chefin im Raum. Nicht nur ob US-Präsident Donald Trump sie erneut ernennen würde, sondern auch, ob sie überhaupt weitermachen will, ist dabei von Interesse. Dass Draghi die Berge der Rock Mountains als Hintergrund für eine Kursänderung der EZB wählen dürfte, gilt indes als unwahrscheinlich.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr 0,02% höher bei 8'944,50 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,05% auf 1'429,57 Zähler, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,07% auf 10'195,47 Punkte angibt. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 14 im Plus, 15 im Minus und einer (Kühne+Nagel) unverändert.

Kursbewegende Nachrichten von Unternehmen aus der ersten Reihe sind Mangelwahre. Schwächste Blue Chips sind im frühen Handel die Aktien des Zeitarbeitsvermittlers Adecco (-1,2%). Im wichtigen französischen Markt hat sich die Konsumentenstimmung im August eingetrübt. Mit grossem Abstand folgen auf der Verliererseite Aryzta (-0,5%), Schindler oder SGS (je -0,4%).

Einige Punkte kosten den SMI die Abgaben bei Nestlé von -0,4%. Die Pharmaschwergewichte Novartis (+0,1%) und Roche (+0,3%) können demgegenüber etwas zulegen. Die Roche-Tochter Chugai hat in Japan die Zulassung für das Medikament Actemra bei Riesenzellarteriitis erhalten.

Die SMI/SLI-Liste wird von CS (+1,5%) angeführt, während die zweite Grossbank UBS um 0,2% zulegt. Auch Lonza (+0,7%), Richemont (+0,4%) und Vifor (+0,3%) zählen zu den Gewinnern.

Im breiten Markt geht es für die am Vortag starke Sunrise (-1,2%) etwas nach unten. Barclays hat im Nachgang der Zahlen das Kursziel auf 80 von 75 CHF angehoben. Die Bewertung "Equal Weight" wird bestätigt. Die starken Ergebnisse des zweiten Quartals hätten gezeigt, dass beim Service-Umsatz sowie beim Bruttogewinn der Wendepunkt erreicht sei. Auch der Analyst der Deutschen Bank hebt das Ziel auf 86 von 84 CHF leicht an (Hold).

Georg Fischer (-0,5%) hat in Rumänien zu einem ungenannten Preis eine Firma für Leichtmetall-Druckguss übernommen und verstärkt damit die Sparte Automobil. Eucasting Ro erzielte zuletzt mit rund 500 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 50 Mio CHF.

Die Aktien von Implenia (+1,1%, 62,70 CHF) erholen sich etwas von den massiven Abgaben vom Vortag. Nach den Semesterzahlen waren die Titel um fast 11% eingebrochen. Hier hat Kepler Cheuvreux das Kursziel auf 77 von zuvor 82 CHF gesenkt. Die Buy-Einstufung wird aber beibehalten.

Oerlikon fallen mit einem Minus von 2,2% auf 13,50 CHF auf. Nachrichten liegen hier nicht vor. Die Aktien des Industriekonzerns hatten Anfang August bei 14,95 CHF den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren erreicht.

Zudem haben Bachem (+2,6%), Adval Tech (+0,3%) und Nebag (+0,5%) Zahlen vorgelegt. Am Vorabend kamen bereits die Semesterausweise von U-blox (+2,4%) und Edisun Power (+2,0%).

yr/cp

(AWP)