Aktien Schweiz Eröffnung: SMI mit gehaltenem Start - Unsicherheit belastet

Der Schweizer Aktienmarkt ist gehalten in den Mittwochshandel gestartet. Der SMI kann angesichts der schwachen Impulse aus Asien und dem späten US-Handel keinen Anlauf zur Rückeroberung der 9'000-Punkte-Marke starten. Die Skepsis der Anleger habe aufgrund der weiter bestehenden Unsicherheiten wieder zugenommen, hiess es im Handel.
10.10.2018 09:40

Steigende US-Zinsen, der Blick auf die Verschuldung Italiens und die Unsicherheit darüber, welchen Einfluss die Handelsstreitigkeiten auf die Konjunktur haben werden, sorge bei den Investoren für Zurückhaltung, hiess es im Handel. Die tiefere Wachstumsprognose des IWF hatte am Vortag für einen deutlichen Dämpfer gesorgt. Angesichts der weltweit rekordhohen Verschuldung wachse zudem die Furcht vor einer neuen Finanzkrise.

Der Swiss Market Index (SMI) weist gegen 09.20 Uhr ein Plus von 0,08 Prozent auf 8'971,59 Punkte auf. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert unterdessn 0,12 Prozent auf 1'437,42 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,02 Prozent auf 10'592,29 Punkte.

Grösse Verlierer unter den Blue Chips sind AMS mit -2,0 Prozent, gefolgt von den Uhrenherstellern Swatch (-1,8%) und Richemont (-1,7%). Auch Zykliker wie Logitech (-1,4%), Kühne+Nagel, ABB (je -0,9%) und Lonza (-0,8%) notieren schwächer. Sonova (-1,2%) setzen den Abwärtstrend der Vortage fort.

Die Schwergewichte Nestlé (+0,3%), Roche (-0,1%) und Novartis (+0,9%) zeigen sich uneinheitlich. Letztere hat positive Studiendaten zu Crizanlizumab veröffentlicht und einen FDA-Zulassungsantrag für 2019 angekündigt. Zudem wurden Studiendaten für Gilenya und Informationen zu Siponimod und Ofatumumab am MS-Fachkongress ECTRIMS in Aussicht gestellt.

Am breiten Markt verlieren VAT mit -8,1 Prozent deutlich. Der Vakuumventilhersteller führt aufgrund der schwachen Nachfragesituation aus der Halbleiterindustrie für 400 Mitarbeiter am Standort Haag Kurzarbeit ein.

yr/kw

(AWP)