Aktien Schweiz Eröffnung: SMI mit klaren Gewinnen zum Wochenstart

Der Schweizer Aktienmarkt setzt am Montag im frühen Handel die Erholung der vergangenen Woche fort. Die Vorgaben aus den USA waren leicht, diejenigen aus Asien teils deutlich positiv ausgefallen. So reagierten die chinesischen Börsen überaus gut auf die Ankündigung der dortigen Regierung, die Einkommenssteuer zu senken. Trotz des guten Startes sollten Anleger sich aber erneut auf eine möglicherweise turbulente Börsenwoche einstellen. Nebst dem Brexit oder dem Handelskonflikt bereitet vor allem der Schuldenstreit der EU mit Italien Sorgen.
22.10.2018 09:30

Am Freitag hatte die Agentur Moody's deshalb das Rating des südeuropäischen Landes gesenkt. Nun wird Italiens Finanzminister Giovanni Tria am Montag versuchen, der EU-Kommission die umstrittene Schuldenpolitik seiner Regierung zu erläutern. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici zeigte sich vor dem Gespräch kompromissbereit und sagte, dass er sich eine Einigung erhoffe. Auf die Kurse auswirken könnte sich in den nächsten Tagen auch die Berichtssaison. Hierzulande präsentieren im Wochenverlauf AMS, Logitech, Schindler, UBS, ABB, Sika, Lonza oder LafargeHolcim ihre Zahlenkränze.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt bis um 09.15 Uhr 0,33 Prozent auf 8'901,29 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) zieht um 0,54 Prozent auf 1'407,25 Punkte an und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,47 Prozent auf 10'517,72 Zähler. Von den 30 Titeln im SMI/SLI notieren 24 im Plus und bloss deren sechs im Minus.

An der SMI-Spitze stehen im frühen Handel die Titel des Uhrenherstellers Swatch (+1,9%), die damit - ebenso wie Richemont (+1,2%) - von den konjunkturstützenden Nachrichten aus dem wichtigen Absatzmarkt China profitieren.

Und auch die Schweizer Bankentitel wie Julius Bär, UBS oder CS sind gesucht und notieren allesamt zwischen 1,1 und 1,5 Prozent im Plus - ähnlich ihren Branchennachbarn aus dem Rest Europas.

Zu den wenigen Verlierern im frühen Handel gehören die Aktien von Novartis (-0,6%), obwohl der Pharmakonzern nun auch in der Schweiz die Zulassung für seine personalisierte Zelltherapie Kymriah erhalten hat. Und auch die Roche-Genussscheine stehen mit 0,4 Prozent im Minus. Wie auch Novartis hatte Roche neue Studiendaten präsentiert.

Im breiten Markt verlieren Dottikon (-8,4%) nach einer Gewinnwarnung deutlich.

kw/rw

(AWP)