Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet gehalten - Syngenta fester

Der Schweizer Aktienmarkt ist gehalten in den Mittwochshandel gestartet. Der Leitindex SMI wies zum Auftakt zwar ein kleines Minus auf, erholte sich dann aber wieder auf Vortagesschluss. Die Anleger würden sich zurückhaltend zeigen und für einen weiteren Anstieg fehlten ausschlaggebende Impulse, heisst es im Handel. Syngenta hat aus den USA grünes Licht für die Übernahme durch ChemChina erhalten und der Kurs bewegt sich weiter in Richtung des Gebots.
05.04.2017 10:15

Die Vorgaben aus Übersee waren mehr oder weniger neutral und auch aus Asien kamen keine eindeutigen Impulse. Während die US-Börsen mit einem leichten Plus schlossen, zeigten die Märkte in Asien kein einheitliches Bild. Hier hatten die chinesischen Börsen nach zwei Feiertagen noch freundlich eröffnet, dann aber abgegeben. Einerseits schaue man auf die Politik mit dem wichtigen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Andererseits werde das Sitzungsprotokoll des FOMC am Abend erwartet, das Aufschluss über die Konjunkturbeurteilung des Fed geben könnte.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 09.30 Uhr mit einem kleinen Minus von 0,01% bei 8'646,30 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,06% auf 1'372,34 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,04% auf 9'637,09 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren je 14 im Plus und Minus, sowie zwei (Givaudan und Clariant) unverändert.

Bei Syngenta (Aktie +1,1%, 452,50 CHF) hat die Übernahme durch ChemChina eine wichtige Hürde genommen. Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat dem Verkauf vorläufig grünes Licht gegeben. Der Konzern rechnet nun mit dem Vollzug im zweiten Quartal. Das FTC hat den Verkauf von drei Typen von Pestiziden zur Bedingung gemacht. Die Genehmigung durch die EU-Kommission steht noch aus. Die Offerte für die Aktie beträgt 465 USD plus einer Sonderdividende von 5 CHF.

Die Aktien von Zurich liegen mit +1,0% (266,50 CHF) ebenfalls klar höher und knüpfen damit an die positive Entwicklung vom Vortag an. Nun hat Berenberg die Einstufung auf Buy von Hold angehoben und das Ziel von 288 CHF bestätigt. Bereits gestern hatte das Buy-Votum von Goldman Sachs den Aktienkurs angetrieben.

Positiv fallen zudem die Grossbanken UBS (+0,8%) und in geringerem Masse CS (+0,3%) auf, die damit die Abgaben vom Vortag etwas wettmachen können. Auch Julius Bär (+0,6%), Lonza (+0,5%) oder Adecco (+0,4%) legen stärker zu.

Kühne+Nagel (+0,6%, 141,50 CHF) zeigen sich von einer Kurszielsenkung bei JPMorgan auf 141 (145) CHF unbeeindruckt. Für Swiss Re (+0,3%, 89,75 CHF) hat die Royal Bank of Canada das Kursziel um 4 auf 106 CHF gesenkt.

Beim grössten Verlierer Swisscom (-4,6% oder -21,30 CHF) macht sich der Dividendenabschlag von 22 CHF bemerkbar. Die Aktien hatten bereits am Vortag abgegeben. Auch Richemont (-0,5%) und Swatch (-0,4%) sowie Dufry (-0,5%) finden sich auf der Abgabenseite.

Die Pharmawerte Roche (-0,1%) und Novartis (-0,5%) zeigen sich schwächer. Bei Roche fällt die Genehmigung für den CINtec-Histology-Test durch die FDA nicht ins Gewicht. Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,1%) kann leicht zulegen.

Im breiten Markt hat Vontobel (+1,4%, 58 CHF) im Vorfeld der GV von einem guten Start ins Jahr gesprochen. Die betreuten Kundenvermögen lägen auf Rekordhöhe und die Ertragslage sei solide. Zudem hat Baader Helvea das Kursziel auf 53 von 50 CHF angehoben und das Hold-Rating bestätigt. AMS steigen um 2,5% und damit auf ein neues Jahreshoch.

GAM (+0,4%) hat die Einladung zur Generalversammlung publiziert. Die Kandidaten-Vorschläge des Aktionärs RBR werden dabei vom Verwaltungsrat abgelehnt.

Am Vorabend hat der Batteriehersteller Leclanché (-0,4%) einen höheren Verlust für das vergangene Jahr gemeldet. Addex (-1,2%) hat erneut unter den Strich einen Verlust ausgewiesen, der jedoch geringer ausfiel als im Vorjahr.

Etwas im Blick sind nach Zahlen auch MCH (-2,1%). Die Messebetreiberin hat ein stärkeres Jahr 2016 verbucht, was jedoch durch die mehrjährigen Zyklen wichtiger Messetermine bedingt war. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien spürbar schwieriger geworden, hiess es.

yr/cp

(AWP)