Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet leicht positiv - knapp über 9'000 Punkten

Der Schweizer Aktienmarkt ist gehalten in den Mittwochshandel gestartet und der Leitindex SMI kann die Marke von 9'000 Punkten im frühen Handel verteidigen. Dem hiesigen Markt würden aber Impulse fehlen, um eine eindeutige Tendenz in die eine oder andere Richtung auszubilden, heisst es im Handel. Die Vorgaben aus den USA waren eher neutral, während die asiatischen Börsen etwas leichter notieren.
31.05.2017 10:15

Der besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindex Industrie aus China hatte in Asien kurzfristig für Auftrieb gesorgt. Demgegenüber lag die japanische Industrieproduktion im Mai unter den Erwartungen und auch der schwächere Yen konnte die dortigen Aktien nicht positiv bewegen. Hierzulande hat der UBS-Konsumindikator im April den vierten Monat in Folge einen Anstieg ausgewiesen.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 09.30 Uhr 0,13% höher bei 9'019,56 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert hingegen 0,05% auf 1'418,15 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt wiederum 0,10% auf 10'257,78 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 14 im Plus, 15 im Minus und einer (Givaudan) unverändert.

Die Aktien des Backwarenkonzerns Aryzta (-2,1%) setzen die nach Zahlen eingeschlagene Abwärtsbewegung unvermindert fort. Die Titel waren bereits am Dienstag nach der Zahlenvorlage mit -8,0% deutlich unter Druck geraten. Im Nachgang haben nun Société Générale, CS und Goldman Sachs ihre Kursziele gesenkt. Vontobel hat aufgrund der anhaltend eingeschränkten Visibilität auch das Rating auf Reduce gesenkt.

Credit Suisse (-1,5%) und UBS (-1,0%) tendieren ebenfalls erneut tiefer. Die Bankentitel werden weiter durch Sorgen um die politische Situation in Italien und die Lage der italienischen Banken gedrückt, heisst es. Die UBS plant die Verlagerung hunderter Stellen von Zürich nach Biel, um Kosten zu sparen. Welche Funktionen umziehen, werde derzeit geprüft, heisst es.

Vifor (-1,8%, 115,40 CHF) leiden unter einer Analysten-Herabstufung. Die UBS hat die Bewertung auf Neutral (Buy) und das Kursziel auf 119 (130) CHF gesenkt. Der Analyst hat seine Erwartungen für das Medikament Veltassa reduziert.

Novartis (-0,1%) notieren mit leichten Abschlägen. Das Pharmaunternehmen rechnet damit, ab 2018 auf den Wachstumspfad zurückzukehren. An einer Investoren-Veranstaltung in Boston wurde der Fokus auf Innovation und Produktivität betont und auf die mit fortgeschrittenen Kandidaten gefüllte Pipeline verwiesen. Zudem wurden positive Ergebnisse für CTL119 zusammen mit Ibrutinib gemeldet und die Tochter Sandoz hat in der EU die Zulassung für Adalimumab und Infliximab beantragt.

Roche (+0,5%) geben dem Gesamtmarkt etwas Stütze. Marktteilnehmer sprechen von höherer Nachfrage durch US-Fondsinvestoren. Auch Nestlé (+0,6%) geben dem SMI etwas Stütze. Stärkste Blus-Chips sind Richemont (+0,9%), Geberit (+0,7%) und Kühne+Nagel (+0,5%).

LafargeHolcim (-0,1%) hat den Start des geplanten Aktienrückkaufprogramms von bis zu 1 Mrd CHF für den morgigen Donnerstag angekündigt. Das entspricht 2,8% des Aktienkapitals. Das Programm sei zwar schon im vergangenen November angekündigt worden, bisher hatte es aber noch keine Anzeichen für den Starttermin gegeben, heisst es bei den Analysten.

Lonza (-0,2%) hat sich im Bereich Eigenzell- und Gentherapie mit dem Kauf der niederländischen PharmaCell verstärkt. Das Unternehmen liefert einen Umsatz von 11 Mio CHF und zum Kauf

Am breiten Markt hat Meyer Burger (+4,9%) weitere Aufträge im Volumen von 80 Mio CHF für seine Upgrade-Zelltechnologie MB-Perc aus Asien erhalten. Vontobel nimmt dies zum Anlass sein Kursziel für die MB-Aktien auf eine Steigerung zu überprüfen, da seine Order-Schätzungen inzwischen wohl zu konservativ seien.

VAT (-5,2%, 119,80 CHF) werden durch die Platzierung eines grossen Aktienpakets belastet. Die Grossaktionäre Partners Group und Capvis haben ein Paket zu 120 CHF pro Aktie bei institutionellen Investoren platziert. Das Paket entspricht rund 9,2% des gesamten Aktienkapitals von VAT.

Zehnder (-0,9) hat in der Türkei nach einem Erdbeben einen temporären Produktionsstopp am Standort Manisa verhängt. Die Sicherheit des Produktionsgebäudes werde geprüft, heisst es.

yr/ra

(AWP)