Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet mit leichten Gewinnen ins vierte Quartal

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Montag freundlich in das Schlussquartal 2017. Gestützt wird er dabei von den Vorgaben aus Übersee. So hatte die Wall Street einen freundlichen Wochenausklang geschafft und in Asien präsentieren sich die geöffneten Börsenplätze nach guten Konjunkturdaten freundlich. Märkte wie etwa China und Indien blieben allerdings geschlossen.
02.10.2017 10:15

Da Unternehmensnachrichten eher überschaubar sind, konzentrieren sich Marktteilnehmer zunächst auf Konjunkturdaten sowie das Katalonien-Referendum. Auf Datenseite ist die Stimmung in der japanischen Grossindustrie so optimistisch wie seit zehn Jahren nicht mehr, wie der Tankan-Bericht zeigt. Etwas widersprüchlich sind dagegen die Stimmungsdaten aus China. Hierzulande ist die Stimmung der Einkaufsmanager im September weiter gestiegen. Es folgen im weiteren Verlauf noch Daten aus Europa.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.30 Uhr 0,34% hinzu auf 9'188,25 Punkte. Der 30 Aktien umfassende und noch stärker gekappte Swiss Leader Index (SLI) notiert um 0,32% höher bei 1'478,27 Punkten und der breite Swiss Performance Index (SPI) steigt um 0,32% auf 10'480,47 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 22 im Plus, vier im Minus und vier sind unverändert.

Angesichts des Katalonien-Referendums lohnt auch ein Blick auf den Devisen- und Bondmarkt. So kommt der Euro am Montagmorgen gegenüber dem US-Dollar sowie dem Franken etwas zurück. Experten gehen aber davon aus, dass sich die Spannungen über eine Unabhängigkeit der spanischen Region vor allem bei den Festverzinslichen zeigen werden. Der richtungsweisende Conf Future verzeichnet denn auch Kursverluste.

Derweil wird die Kurstafel von den Sonova-Aktien (+1,1%) angeführt. Hier wirkt sich ein angehobenes Kursziel durch die Experten von Bernstein stützend aus.

Die Papiere von ABB (+0,6%) folgen dichtauf. Händler verweisen auf ein Interview der Schwedischen "Dagens Industri" mit CEO Ulrich Spiesshofer. Darin soll der Manger in Aussicht gestellt haben, im Jahr 2020 womöglich das obere Ende der angepeilten Gewinne zu erreichen.

Zu den grösseren Gewinnern zählen im frühen Handel auch die Aktien der beiden Grossbanken Credit Suisse (+0,9%) und UBS (+0,6%). Sie setzen damit ihren insgesamt freundlichen Trend der Vorwoche fort.

Ebenfalls fester sind auch die Aktien von Kühne + Nagel, LafargeHolcim und Geberit, die zwischen 0,5 und 0,4% hinzugewinnen. Gerade die Papiere von LafargeHolcim hatten in der Vorwoche noch zu den grössten Verlierern gezählt, nachdem Aussagen des Management von einer Analystenveranstaltung negativ aufgenommen worden waren.

Unterstützung liefern auch die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis (beide +0,4%) und Roche (+0,2%), die sich in etwa mit dem Markt bewegen.

Zu den wenigen Verlierern gehören die beiden Finanzwerte Partners Group und Julius Bär (beide -0,5%). Aber auch die ohnehin volatilen Aryzta-Titel geben um 0,5% nach.

Die stärksten Bewegungen sind aber im breiten Markt zu beobachten. Dort sacken Evolva um 15% ab, nachdem das Unternehmen über seine strategische Neuausrichtung und Finanzierungspläne informierte hat.

Die Papiere der Beteiligungsgesellschaft 5EL (-8,2%) fallen nach Zahlen und Details zum Umbau ebenfalls deutlich und auch für den Stromproduzenten Alpiq (-3,9%) geht es nach Berichten überdurchschnittlich abwärts.

Dagegen verzeichnen Wisekey (+8,1%), Perrot Duval (+5,0%) und Von Roll (+3,6%) deutliche Kursaufschläge.

hr/cp

(AWP)