Aktien Schweiz Eröffnung: SMI von US-Börsen in Abwärtsstrudel gerissen

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag in den Abwärtsstrudel der amerikanischen Börsen mithinein gezogen worden, der auch schon bei den asiatischen Handelsplätzen zu herben Kursverlusten geführt hatte. Die hiesigen Händler traten eine Verkaufswelle los. Damit gewinnt die Talfahrt der vergangenen Handelstage an Geschwindigkeit.
11.10.2018 09:45

Der New Yorker Aktienmarkt hatte am Mittwoch einen seiner schlimmsten Tage im laufenden Jahr erlebt. Bei den Standardwerten und noch mehr im Technologiesektor standen die Zeichen auf Ausverkauf. Der sich fortsetzende Handelsstreit zwischen den USA und China und die Furcht vor weiter steigenden Zinsen am US-Anleihenmarkt setzten den Kursen zur Wochenmitte erneut zu und verstärkten damit die seit einigen Tagen zu beobachtende Abwärtsdynamik. So brach der technologielastige Nasdaq Composite um 4,08 Prozent ein. Auch der Dow erlebte am Mittwoch einen schwarzen Tag mit einem Verlust von 3,15 Prozent. Die Tokioter Börse tauchte um 3,9 Prozent.

Der Swiss Market Index (SMI) fällt gegen 09.19 Uhr um 1,24 Prozent auf 8'782,21 Punkte. Das ist der tiefste Stand seit Mitte Juli. Immerhin kann der SMI die Verluste etwas eingrenzen. Eröffnet hatte der Leitindex mit einem Minus von 1,49 Prozent. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert unterdessen um 1,43 Prozent auf 1'396,34 Zähler. Letztmals war der SLI im Frühling unter die Marke von 1'400 Punkten gefallen. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sinkt um 1,19 Prozent auf 10'353,66 Punkte. Von den 30 Blue Chips stehen alle im Minus mit Ausnahme von Vifor (+0,2%).

Am heftigsten erwischt es AMS (-5,1%), die den Absturz der Technologiewerte an der US-Börse Nasdaq zu spüren bekamen. Der Halbleiterhersteller ist Lieferant für Apple, die am Vortag um 4,6 Prozent eingebrochen waren. Auch die Technologieunternehmen Logitech (-2%), Also (-9,2%) und Kudelski (-3,2%) werden heftig gerupft.

Hinter AMS stehen auch die Banken Julius Bär (-3,6%), CS (-2,7%) und UBS (-2,5%) ganz oben auf der Verkaufsliste der Anleger. Partners Group, die zwischenzeitlich um über 6 Prozent verloren hatten, können die Verluste auf 2,4 Prozent beschränken.

Nicht so stark mitgerissen von der allgemeinen Talfahrt werden indes die Schwergewichte Nestlé, (-0,5%), Novartis (-1%) und Roche (-1,1%).

Im breiten Markt stechen Ceva mit einem Kurssprung von fast 25 Prozent hervor. Das Logistikunternehmen hat ein Übernahmeangebot abgelehnt. Von wem das Angebot kam, ist nicht bekannt.

jb/kw

(AWP)