Aktien Schweiz Eröffnung: SMI wenig verändert - Jahreshoch in Schlagweite

Der Schweizer Aktienmarkt ist wenig verändert in den Donnerstagshandel gestartet. Der SMI unternahm nach der Eröffnung einen weiteren Anlauf, um das jahreshoch bei knapp 9'149 Punkten zu erreichen, fiel dann aber wieder zurück. Unterstützung kommt weitzerhin durch die Erholung des Euro zum Franken, der am Vorabend zeitweise über 1,15 CHF gestiegen war.
03.08.2017 10:15

Zumindest die Vorgaben aus den USA waren positiv. Hier schloss der Dow Jones erstmals über der Marke von 22'000 Punkten. In Asien war die Stimmung am Morgen jedoch eher leicht negativ. Belastung könnte von Seiten der Politik kommen. Nach den neuen Sanktionen der USA gegen Russland benutzt Moskau nun den Begriff Handelskrieg. Auch die Spannungen mit Nordkorea spielen insbesondere in Asien eine grosse Rolle. Von der Konjunkturseite stehen am Vormittag der EZB-Wirtschaftsbericht und der EU-Einzelhandelsumsatz auf der Agenda. Am Mittag folgt der BoE-Zinsentscheid.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,12% höher bei 9'133,20 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,12% auf 1'460,46 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,23% auf 10'412,91 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 17 im Plus, neun im Minus und vier unverändert.

Angeführt wird die Gewinnerliste von den volatilen Aryzta (+1,3%), gefolgt von den Titeln des Hörgeräteherstellers Sonova (+1,0%). Auch die Zykliker Geberit (+0,6%), Sika (+0,4%) oder LafargeHolcim (+0,3%) notieren etwas deutlicher im Plus. Hier würden mit steigendem Euro und Dollar auch die Gewinnerwartungen zulegen, heisst es am Markt. Das dürfte auch der Treiber der Kurse bei Richemont (+0,5%) und Swatch (+0,4%) sein, heisst es.

Von den Schwergewichten notieren Nestlé (+0,3%) im Plus, Roche unverändert und Novartis (-0,1%) im Minus. Roche hat von der FDA für das Medikament Alecensa den Priority-Review-Status bei einer bestimmten Art von Lungenkrebs erhalten.

Die Grossbankenwerte von UBS (+0,2%) und CS (+0,1%, 14,94 CHF) bewegen sich leicht im Plus. Für die CS hat die Deutsche Bank das Kursziel auf 17 (15) CHF erhöht und die "Buy"-Bewertung bestätigt. Auch Vontobel hat seine Schätzungen angepasst und das Kursziel steigt für die CS-Papiere auf 14,30 (13,50) CHF bei weiterhin "Hold".

Klar im Minus notieren unterdessen Kühne + Nagel (-1,0%, 170,40 CHF) nach einer Herabstufung durch Barclays auf "Underweight", das Kursziel von 135 CHF wird bestätigt. Am Vorabend hatte unterdessen Baader Helvea das Kursziel bei einer bestätigten "Buy"-Empfehlung auf 200 (165) CHF angehoben. Auch Branchennachbar Panalpina (-1,3%) aus dem breiten Markt wird von Barclays herabgestuft.

Ansonsten finden sich noch Adecco (-0,5%), Swiss Re (-0,3%) oder Schindler (-0,2%) unter den Blue Chips mit Abgaben.

Im breiten Markt gewinnen Bucher (+4,3%) nach einer Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr deutlich hinzu. Das Marktumfeld in der Landwirtschaft und bei Kommunalfahrzeugen hat sich verbessert und die Guidance wird bestätigt.

Lem (+1,3%) hat von einer starken Nachfrage in China profitiert, insbesondere durch Automation, Solarenergie und alternative Antriebe. Umsatz und Ergebnis stiegen kräftiger als von den Analysten erwartet und insbesondere der Bereich Industrie überrascht positiv.

GAM (-0,6%) geben nach Zahlen ab, nachdem der Kurs bereits im Vorfeld ordentlich zugelegt hatte. Der Vermögensverwalter hat im ersten Semester das Ergebnis verbessert und Neugelder angezogen. Die Erwartungen der Analysten wurden gut erreicht und auch der Ausblick ist zuversichtlich.

Idorsia (-0,6%) hat seit der Actelion-Ausgliederung einen Betriebsverlust ausgewiesen und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Betriebsaufwand von 180 bis 190 Mio CHF. Auch Belimo (-1,3%) hat Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erwartungen wurden in etwa erreicht, der Ausblick auf das Gesamtjahr bleibe aber wenig konkret.

yr/cp

(AWP)