Aktien Schweiz Eröffnung: Verhaltener Start ins Schlussquartal

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Montag im frühen Geschäft wenig verändert und pendelt um den Schlusskurs vom Freitag. Nach dem guten dritten Quartal zeichnet sich damit für den Start ins Schlussquartal eine eher verhaltene Entwicklung ab. Eindeutig positive Impulse für weiter steigende Kurse sind zum Wochenbeginn kaum vorhanden. Etwas gestützt wird das Sentiment von der Einigung auf eine Neuauflage des Nafta-Abkommens zwischen den USA und Kanada, während Konjunkturdaten aus China vom Wochenende negative Signale sendeten.
01.10.2018 09:35

Im Fokus der Investoren in Europa stehen aber weiterhin auch die Sorgen um das Budget von Italien. Die Konfrontation mit der Europäischen Kommission könnte sich in den kommenden Wochen noch verschärfen und es bestehe ein Risiko einer Herabstufung durch die Ratingagenturen, heisst es in einer Einschätzung der Credit Suisse. Dies könnte die italienischen Anlagewerte zusätzlich belasten. Die Bank bestätigt in der Folge die negative Einschätzung für europäische Aktien.

Der Swiss Market Index (SMI) zieht bis um 09.15 Uhr um 0,04 Prozent auf 9'091,59 Punkte an. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt 0,07 Prozent auf 1'483,92 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,14 Prozent auf 10'823,25 Punkte.

Die stärksten Avancen verzeichnen derzeit Temenos (+2,5%), Sonova (+1,6%) und Lonza (+1,5%), gefolgt von AMS (+0,8%) und Novartis (+0,5%). Roche (-0,2%) halten mit den gesuchten Novartis nicht mit. Die Roche-Tochter Genentech hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Medikament Xolair in Form einer vordosierten Fertigspritze zur Behandlung von Asthma erhalten.

Von den Banken, welche am Freitag wegen der Sorgen um das Budget von Italien noch allesamt unter Druck gestanden hatten, geben die Grossbanken weiter nach, wobei UBS (-0,7%) mehr einbüssen als CS (-0,4%). Am Freitagabend wurde bekannt, dass sich die Credit Suisse mit der Börsenaufsicht der USA auf die Beilegung eines weiteren Rechtsstreits geeinigt hatte. Die Strafzahlung von 10 Mio US-Dollar für Verfehlungen im sogenannten Retail Execution Services-Geschäft (RES) aus früheren Jahren ist allerdings gering.

Im breiten Markt verzeichnen Aryzta nach der Vorlage der Jahreszahlen 2017/18 ein massives Plus von 16 Prozent.

Gurit stehen nach Bekanntgabe einer Akquisition in Dänemark unverändert.

cf/ra

(AWP)