Aktien Schweiz Eröffnung: Verluste auf breiter Front - Nestlé fallen

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag schwächer gestartet. Die anhaltende Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Brexit und Gewinnmitnahmen in den schwergewichtigen Nestlé-Aktien lasteten laut Händlern auf den Kursen. Zudem hielten die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China sowie im Nahen Osten ebenfalls an. Daneben könnten auch einige amerikanische Konjunkturdaten für Kursbewegungen sorgen. Veröffentlicht werden unter anderem Produktionsdaten aus der durch den US-chinesischen Handelskonflikt gebeutelten Industrie.
17.10.2019 09:38

Ob das Brexit-Dilemma auf dem heute beginnenden EU-Gipfel gelöst werden kann, scheint ungewiss. Obwohl es am Vortag nach einer Einigung beim Brexit aussah, ist eine Lösung nicht in Sicht. Die nordirische Partei DUP stimmte den Brexit-Vorschlägen nicht zu. Damit rückt ein Deal wieder in die Ferne und die Zeit bis zum geplanten EU-Austritt der Briten am 31. Oktober wird immer knapper.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.20 Uhr 0,29 Prozent tiefer bei 10'003,85 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), bei dem die grossen Titel nicht mit dem ganzen Gewicht gerechnet werden, sackt um 0,57 Prozent ab auf 1'531,80 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,37 Prozent auf 12'137,77 Punkte. Von den 30 wichtigsten Aktien notieren 24 tiefer und 6 höher.

Nestlé verlieren 1,3 Prozent. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach dem starken Lauf der Aktien. Zudem habe Nestlé "geliefert aber nicht mehr". Das dritte Quartal sei nicht ganz so gut gewesen wie erwartet, schreibt die ZKB.

Höher zeigen sich die Anteile von Swatch (+0,3%) und Richemont (+0,7%). Im September stiegen die Uhrenexporte um 10 Prozent.

Leicht höher gehandelt werden zudem Roche (+0,6%), die am Vortag nach dem Zwischenbericht gefallen waren, sowie Givaudan (+0,3%).

Massiv unter Druck stehen Temenos (-13%). Wider Erwarten hat der Bankensoftwareanbieter für einmal die Erwartungen nicht erfüllt. Da die Aktie 2019 um die Hälfte (Stand 16. Oktober) gestiegen ist, seien Gewinnmitnahmen nicht überraschend, sagt ein Marktbeobachter und spricht von einer Kaufgelegenheit.

Schwächer sind auch Aktien von Kühne + Nagel (-2,6%) und Rieter (-6,4%). Goldman Sachs hat die Aktien des Logistikkonzerns auf "Sell" von "Neutral" gesenkt und UBS empfiehlt die Titel des Maschinenbauers neu mit "Sell" nach "Neutral".

Am breiten Markt büssen Inficon nach einem schlechter als erwarteten Quartalsbericht 5,7 Prozent ein.

pre/jb

(AWP)

 
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