Aktien Schweiz Eröffnung: Kaum verändert - Schwergewichte bremsen

Der Schweizer Aktienmarkt ist zum Wochenschluss mit marginal höheren Notierungen in den regulären Handel gestartet. Denn vor dem US-Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag würden sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, heisst es im Handel. Überwiegende Marktmeinung ist, dass der Bericht eine Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank kommende Woche untermauern wird. In der Schweiz lasten vor allem die defensiven Schwergewichte auf den Indizes.
10.03.2017 10:15

Der seit der EZB-Ratssitzung anziehende US-Dollar hatte derweil in Tokio für deutlich steigende Aktienkurse gesorgt. EZB-Chef Mario Draghi hatte am Vortag signalisiert, dass weitere geldpolitische Lockerungen in der Eurozone unwahrscheinlich sind. Unternehmensseitig legten in der Schweiz am Berichtstag weitere Unternehmen aus dem breiten Markt Geschäftszahlen vor.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr unverändert bei 8'639,27 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt 0,12% auf 1'372,13 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,02% auf 9'523,60 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 20 im Plus, acht im Minus und zwei unverändert.

Unternehmensnews aus dem Bereich Blue Chips sind am Berichtstag Mangelware. Nachrichten gab es indes von der UBS, deren Papiere um 0,7% zulegen. Die Grossbank hat 2016 weniger verdient als zunächst gedacht: Im Geschäftsbericht beziffert die Bank den Gewinn auf 3,204 Mrd CHF, das sind 102 Mio weniger als die ungeprüften Ergebnisse, die Ende Januar veröffentlicht wurden. Grund für die Abweichung sind höhere Rückstellungen.

Credit Suisse tendieren mit plus 0,8% etwas höher, während Julius Bär 0,2% einbüssen. Die Versicherer bewegen sich kaum, so notieren etwa Zurich Insurance unverändert bei 281,90 CHF. Für die Papiere hat RBC das Kursziel im Rahmen einer Branchenstudie auf 280 CHF erhöht. Die Einstufung bleibt "Sector Perform". Insgesamt bevorzugen die RBC-Experten allerdings die Aktien der Konkurrenten Allianz und Axa.

Vorwiegend Aufschläge gehen auf zyklische Valoren wie Dufry (+0,4%), Swatch (+0,4%), Galenica (+0,3%), ABB (+0,3%) oder Aryzta (+0,2%).

Bei Sika (+0,6%) sorgt eine Studie aus dem Hause Bernstein für Gesprächsstoff. Darin hebt der zuständige Analyst das Kursziel relativ deutlich auf 6'550 CHF. Dieses liegt damit immer noch 14% über dem aktuellen Kurs. Wenig überraschend lautet die Empfehlung unverändert "Outperform". In einem optimistischen Szenario könnten die Papiere gar bis auf 10'000 CHF klettern, heisst es hier.

Mit angezogener Handbremse sind derweil die defensiven Schwergewichte unterwegs: Nestlé verlieren 0,2% und Roche 0,4%, während Novartis um 0,2% anziehen. Mit einem Anteil von mehr als 60% an der SMI-Kapitalisierung sorgen in erster Linie diese drei Titel dafür, dass die (SMI)-Bäume nicht in den Himmel wachsen.

Im breiten Markt haben derweil diverse Firmen ihre Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr oder einen Ausblick auf 2017 gegeben. Gut aufgenommen werden insbesondere die Zahlen der beiden Genfer Finanzinstitute Edmond de Rothschild (+8,1%) und Banque Profil de Gestion (+7,7%). Auch die Aktien des Lausanner Brokers CFT (+1,7%) werden nach Zahlen gesucht.

Weniger überzeugt haben derweil offensichtlich der Maschinenbauer Starrag (-2,7%) und die Industriegruppe SFS (-0,6%). Die Aktien des Handyverkäufers Mobilezone und der beiden Immobiliengesellschaften Pax Anlage und Zug Estates liegen unverändert im Markt, resp. wurden noch nicht gehandelt.

Um relativ deutliche 2,5% nach unten geht es mit Coltene, nachdem die Credit Suisse ihre Einstufung direkt auf "Underperform" von "Outperform" gesenkt hat. Das Kursziel erhöht der zuständige Analyst indes leicht. Bereits am Vortag hatten die Papiere des Dentalzubehörherstellers nach Zahlen um 1,6% nachgegeben.

ra/tp

(AWP)