Aktien Schweiz Eröffnung: Kursabgaben - Logitech überdurchschnittlich im Plus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwochmorgen im Einklang mit anderen europäischen Börsen schwächer gestartet. Den Märkten fehle es derzeit insgesamt an klaren Treibern für eine Erholung, meint ein Händler. Da die Schweizer Unternehmen heute bezüglich Resultatsveröffentlichungen einen Gang zurückgeschaltet haben und Unternehmensnachrichten insgesamt rar sind, erhält der Markt auch von dieser Seite kaum Impulse, solche könnten erst am Nachmittag durch die Publikation von US-Wirtschaftsdaten kommen.
26.10.2016 10:14

Den Experten der Grossbank ist aufgefallen, dass die Volatilität an den Märkten abgenommen habe. Sie führen dies darauf zurück, dass ein Wahlsieg von Hillary Clinton bei den US-Präsidentschaftswahlen nun wahrscheinlicher geworden sei. Ein weiterer Faktor sei die stärkere Überzeugung, dass die nächste Zinserhöhung durch das Fed wahrscheinlich im Dezember vorgenommen werde.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert bis um 09.30 Uhr um 0,37% tiefer bei 7'900,5 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, büsst 0,2% auf 1'230,86 ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) verliert 0,31% auf 8'644,99 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren elf im Plus, vier unverändert und 15 im Minus.

Von den Schwergewichten vermögen einzig Nestlé mit +0,1% den Markt zu stützen. Die deutlichsten Kursgewinne mit 1,4% verzeichnen Bâloise. Der Versicherer hat im Vorfeld des Investorentreffens eine neue Wachstumsinitiative vorgestellt. Als positive Überraschung bewerten Analysten, dass der Versicherer zusätzlich 1 Mio Aktien oder 2% der ausstehenden Titel zurückkaufen will.

Kursgewinne von 0,3% verzeichnen auch Richemont. Der französische Mitbewerber Kering legte dank der erfolgreichen Marken Gucci und YSL starke Quartalszahlen vor. Davon scheinen auch Swatch zu profitieren, die gar 0,5% höher stehen.

Leicht fester mit 0,1% notieren auch die Valoren des Industriekonzerns ABB, der am morgigen Donnerstag seine Quartalsergebnisse offen legen wird. Zum Zahlenrapport treten am Donnerstag auf Ebene Blue Chip zudem Sika (-0,4%) und Clariant (-0,3%); Lonza (-0,6%) wird den Zahlenkranz erst nach Börsenschluss veröffentlichen.

Am stärksten Federn lassen mit -1,4% Novartis, die bereits am Vortag nach Quartalszahlen mit Verlusten aus dem Handel gegangen waren. Der Pharmakonzern hatte mit der Absatzentwicklung der zukünftigen Schlüsselmedikamente Entresto und Cosentyx sowie die Umsatz- und Gewinnentwicklung bei den Töchtern Alcon und Sandoz die Analysten enttäuscht. Die Valoren des Branchennachbarn Roche stehen 0,6% tiefer. Die Grossbankenwerte CS (+0,5%) und UBS (-0,4%) tendieren uneinheitlich.

Auch Actelion (-1,2%) sind wieder im Rückwärtsgang, die im Anschluss an die Zahlenvorlage in der Vorwoche markant zurückgefallen waren und am Vortag erstmals eine Stabilisierung gezeigt hatten.

Im breiten Markt legen nach Quartalszahlen Logitech überdurchschnittlich zu (+12,6%). Der Computerzubehör-Hersteller hat mit seinen Resultate im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 die Markterwartungen übertroffen. Die Analysten der UBS sprechen in einem ersten Kommentar von gesunden Ergebnissen und erwarten, dass das Unternehmen anlässlich der Drittquartalszahlen die Guidance erhöhen wird.

Deutliche Aufschläge von 1,0% verzeichnen auch Dottikon ES. Das Spezialitäten-Chemieunternehmen Dottikon rechnet für das erste Semester des Geschäftsjahres 2016/17 einen "erheblichen" Gewinnsprung im Vergleich zur eher schwachen Vorjahresperiode.

Tiefer nach Zahlen notieren dagegen Phoenix Mecano (-2,4). Der Komponenten- und Gehäusehersteller hat mit seinen Resultaten die Vorgaben der Analysten klar verpasst.

sig/cp

(AWP)