Aktien Schweiz Eröffnung: Leicht tiefer im frühen Handel - CS im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt ist mit leichten Abgaben in den Dienstagshandel gestartet. Der SMI legt damit nach vier positiven Handelstagen in Folge erst einmal eine Verschnaufpause ein. Der Wirtschaftsoptimismus in den USA sorge jedoch weiter für eine positive Grundstimmung der Investoren, hiess es am Markt. Mit Zahlen zum Schlussquartal stehen hierzulande Credit Suisse im Fokus.
14.02.2017 10:15

Während die Kurse an der Wall Street erneut Rekordstände erklommen, reagierten die Märkte in Asien leicht negativ auf einen nachgebenden Dollar. In Deutschland lag derweil das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal leicht unter den Erwartungen. Am Morgen stehen noch weitere Konjunkturdaten aus anderen europäischen Ländern auf dem Programm. Auch die Anhörung der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen vor dem Senatsausschuss am Nachmittag dürfte aufmerksam beobachtet werden.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,11% tiefer bei 8'453,76 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,07% auf 1'344,08 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,12% auf 9'251,45 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 23 im Minus, sechs im Minus und einer (Zurich) unverändert.

Credit Suisse (+2,6%) zeigen sich nach Zahlen klar fester. Die Grossbank hat zum Jahresabschluss zwar einen höheren Quartalsverlust ausgewiesen als erwartet. Positiv überraschte hingegen der Bereich International Wealth Management und bei den Kosten wurden die selbstgesteckten Ziele übertroffen. UBS geben derweil mit 0,5% etwas deutlicher ab als der Gesamtmarkt.

Stärker zulegen können auch Adecco (+1,8%). Hier hat der Wettbewerber Randstad positiv aufgenommene Zahlen ausgewiesen. Deutlicher im Plus liegen zudem noch Givaudan (+0,7%).

Beim Backwarenkonzern Aryzta (+11,4% auf 33,03 CHF) folgt nach der Gewinnwarnung von Ende Januar der nächste Paukenschlag. CEO Owen Killian, Finanzchef und Operating Officer Patrick McEniff und Amerika-CEO John Yamin treten zurück. Für die Übergangsperiode wurden per sofort drei neue Manager in die Geschäftsführung berufen. Im Januar waren Aryzta von einem Niveau bei 45 CHF um rund 40% abgestürzt.

Dass Actelion (-0,1%) im wohl letzten Geschäftsjahr als eigenständiges Unternehmen Umsatz und Gewinn nochmals deutlich gesteigert hat, dürfte die Anleger nur nebenher interessieren. Das US-Unternehmen J&J, welches 280 USD pro Actelion-Aktie bietet, will wahrscheinlich am Donnerstag den Angebotsprospekt vorlegen und die Gebotsfrist soll am 3. März starten.

LafargeHolcim (-0,8%) werden von schwachen Zahlen des Wettbewerbers HeidelbergCement belastet. Der Konzern hat zwar durch die Italcementi-Übernahme kräftig zugelegt, das operative Geschäft lag aber unter den Erwartungen.

Die grössten Abgaben weisen Swatch (-1,0%), Julius Bär (-0,9%) und Dufry (-0,8%) auf. Schindler (-0,6%) präsentieren am morgigen Mittwoch den Jahresabschluss. Auch die Schwergewichte Novartis (-0,1%) und Roche (-0,4%) bremsen den SMI.

Bei Syngenta (-0,3%) hat die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde FTC nach mehr Informationen bei der Prüfung der Übernahme durch ChemChina verlangt. Das Unternehmen rechnet jedoch nicht damit, dass es dadurch zu Verzögerungen kommen wird. Bei der EU-Kommission wird ein Entscheid bis zum 12. April erwartet.

Zu Zurich (unv., 281,10 CHF) geben im Nachgang der Zahlen weitere Analysten ihre Einschätzungen ab. So haben Berenberg und das Bankhaus Lampe ihre Kursziele angehoben. Der Berenberg-Analyst sieht den Versicherungskonzern auf dem Weg der Besserung und hebt das Ziel um 30 auf 288 CHF, bewertet aber weiter mit Hold.

Im breiten Markt hat Bell (+1,6%) dank der Akquisitionen für 2016 ein Umsatzwachstum von 20% ausgewiesen. Der Flughafen Zürich (+0,1%) hat im Januar mehr Passagiere verbucht.

yr/ra

(AWP)