Aktien Schweiz Eröffnung: Mehr oder weniger stabil - Wenige Impulse

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch kaum verändert eröffnet. In der ersten halben Handelsstunde tendierte der SMI mehrheitlich knapp unterhalb dem Schluss vom Vortag. Allerdings verläuft der Handel an den europäischen Börsen auch am zweiten Tag der verkürzten Woche nach Weihnachten sehr gemächlich. Der Schweizer Leitindex liegt im am Freitag zu Ende gehenden Börsenjahr 6,3% im Minus, was nicht zuletzt auch den Pharma-Schwergewichten geschuldet ist.
28.12.2016 10:37

Zur Wochenmitte präsentierten sich die Vorgaben aus Übersee ohne starke Richtung. Die Rekordfahrt an den US-Börsen hat sich am Vortag zwar fortgesetzt: Gestützt durch positive Konjunkturdaten und steigende Ölpreise erreichten die Nasdaq-Indizes am Dienstag neue Höchststände. Dagegen wagte der Dow Jones Industrial weiterhin nicht den Sprung über die 20'000-Punkte-Marke, und im Vergleich zum Europa-Schluss ging der Leitindex letztendlich leicht tiefer aus dem Handel. In Asien tendierten die Börsen uneinheitlich - allerdings ohne grössere Ausschläge.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 9.30 Uhr 0,06% tiefer bei 8'254,66 Stellen. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt hingegen 0,05% auf 1'305,32 Zähler zu, während der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,09% auf 8'989,72 Punkte verliert. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 15 im Plus, elf im Minus und vier unverändert. Die Bluechips bewegen sich in einer Range von -0,8% bis +0,7%.

Fester tendieren die Grossbankenwerte UBS (+0,6%) und Credit Suisse (+0,4%). Für letztere hat Moody's nach der Grundsatzeinigung im US-Hypothekenstreit vom vergangenen Freitag im Nachgang die Bonitätsnote A1 bestätigt. Mit der Übereinkunft reduzierten sich die Rechtsrisiken, und die Konzernführung könne sich auf die Strategie konzentrieren, heisst es. Die CS muss eine Busse an das US-Justizministerium in Höhe von 2,48 Mrd USD zahlen sowie Entschädigungen an Kreditnehmer von 2,8 Mrd USD.

Bankenwerte hatten europaweit in den vergangenen Monaten einen guten Lauf und haben - unter anderem auch seit der Wahl von Donald Trump als US-Präsident - kräftig zugelegt. Jedoch dürften die Unsicherheiten für die Branche auch 2017 bestehen bleiben: harziges Marktumfeld, Regulierung, Rechtsrisiken. Auch Fälle wie bei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) mit einer Kapitallücke von über 8 Mrd CHF helfen dabei nicht.

Auf Jahressicht bleiben die Schweizer Grossbankentitel denn auch nach wie vor mit die grössten Verlierer. Besonders schwach sind 2016 zudem Galenica sowie die Pharma-Schwergewichte. Roche (-0,3) und Novartis (+0,1%) tendieren am Mittwoch im frühen Handel uneinheitlich; Nestlé (-0,5%) verlieren.

Fester tendieren neben den Grossbanken indes auch noch Julius Bär (+0,3%), LafargeHolcim (+0,7%), Richemont (+0,5%) und Sika (+0,4%).

Actelion (-0,1%) verzeichnen dagegen leichte Verluste. Bislang wurde - im Hinblick auf die seit Wochen andauernden Übernahmespekulationen - noch keine Transaktion angekündigt. Gewisse Marktteilnehmer erwarten noch vor Jahresende News zur Zukunft des Schweizer Biotech-Unternehmens. Wie eine Transaktion konkret allenfalls aussehen könnte, sei allerdings völlig unklar, heisst es unter Händlern. Letzter offizieller Stand der Dinge: Actelion befindet sich derzeit mit dem US-Konzern Johnson&Johnson in exklusiven Gesprächen. Auf Jahressicht sind die Titel mit Abstand grösste Gewinner unter den SMI/SLI-Titeln.

Tiefer stehen zur Berichtszeit noch Sonova und Swisscom (je -0,4%).

Am breiten Markt wird der Handel von Accu Holding (-12%) ab dem 3. Januar 2017 bis auf Weiteres vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen sei nicht mehr in der Lage, "die Aufrechterhaltungspflichten zu erfüllen", heisst es von der SIX.

Die Aktien des Beteiligungsunternehmens Norinvest Holding (-3,9%) werden Ende April aus Kostengründen dekotiert - auch in Anbetracht des geringen Freefloat sowie Handelsvolumens.

ys/cf

(AWP)