Aktien Schweiz Eröffnung: SMI leicht im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet, wobei sich die Kursausschläge bei den einzelnen Titel in Grenzen halten. Der Leitindex SMI macht in der Startphase in etwa die Vortagesverluste wett und nähert sich somit wieder der 8'700-Punkte-Marke. Als positiv gilt, dass sich der Ölpreis wieder erholt hat. Am Vortag hatte die Unsicherheit um Saudi-Arabiens Fördermengen diesen phasenweise schwer belastet. Von Unternehmensseite stehen Dufry nach Zahlen im Schaufenster.
15.03.2017 10:14

Generell sei am Markt kurz vor dem Zinsentscheid in den USA aber eine generelle Zurückhaltung zu spüren, meinen Händler. Von der US-Notenbank Fed wird am heutigen Mittwochabend (19 Uhr europäischer Zeit) fest mit der nächsten Zinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte gerechnet. Ein gewisses Restrisiko einer Überraschung werde am Markt aber noch immer gesehen, ist zu hören.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr 0,26% höher bei 8'686,21 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,29% auf 1'375,54 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,21% auf 9'571,70 Stellen zu. Von den 30 wichtigsten Titeln sind 19 im Plus, neun im Minus und zwei unverändert.

Positiv fallen bei den Blue Chips Dufry (+3,3%) auf, die damit auf den höchsten Stand seit Mitte 2014 klettern. Das vom Reisedetailhandelskonzern veröffentlichte Jahresergebnis übertraf die Analystenerwartungen sowohl beim organischen Umsatzwachstum als auch beim operativen Ergebnis. Auch der Ausblick sowie die Aussagen zur Geschäftsentwicklung im bisherigen Jahresverlauf kommen unter Analysten gut an.

Dahinter legen die zyklischen Adecco-Papiere (+1,0%) und diverse Finanztitel überdurchschnittlich zu. Zu letzteren zählen die beiden Grossbankenpapiere von UBS und CS (je +1,0%), die Aktien der Bank Julius Bär (+0,8%) sowie die Versicherungs-Valoren von Swiss Re (+0,8%), Swiss Life (+0,6%) und Zurich (+0,5%). Für Finanzinstitute sind Aussichten auf steigende Zinsen grundsätzlich positiv, manche Investoren dürften sich nun vor dem US-Zinsentscheid daher noch in letzter Minute positionieren.

Zum Plus des Gesamtmarkts tragen ausserdem die schwergewichtigen Nestlé (+0,5%) bei, die beiden anderen Schwergewichte Novartis (unv.) und Roche (-0,2%) fallen hingegen nicht gross auf.

Leicht im Plus sind ausserdem Actelion (+0,3%). Das Unternehmen gab den Namen der abzuspaltenden Forschungsgesellschaft bekannt; sie soll Idorsia heissen und im zweiten Quartal an die Börse kommen.

Auf der negativen Seite bilden Aryzta (-3,2%) mit klarem Abstand das Schlusslicht. Sie sind mit einem Minus von über 30% auch im Performance-Vergleich seit Anfang Jahr mit riesigem Abstand die Hauptverlierer. Der Backwarenkonzern hatte am Montag mit Zwischenergebnissen enttäuscht. Ausserdem nannte die Gesellschaft keine Ziele mehr für das Gesamtjahr - womit Investments in die Titel einem Blindflug gleichen.

Verluste von mehr als 1% erleiden ansonsten nur noch die beiden Hauptverlierer des Vortages, Galenica (-1,6%) und Geberit (-1,3%). Diese hatten am Vortag mit Zahlen enttäuscht. Für Geberit liegt nun auch eine Ratingsenkung durch die Kepler-Cheuvreux-Analysten auf "Hold" von "Buy" vor.

Viel los ist zur Wochenmitte am breiten Markt, wo diverse Unternehmen Jahreszahlen vorgelegt haben. Gut kommen die Resultate der Privatbank EFG (+4,9%), des Industrieunternehmens Comet (+1,7%) und der Immobiliengesellschaft BFW (+1,1%) an, während jene des Laborausrüsters Tecan (-7,2%) und des Transportunternehmens BVZ (-0,5%) auf weniger Begeisterung stossen.

Abgesehen davon haben sich Evolva (-5,1%) und SHL (-0,9%) frisches Geld gesichert, und Peach Property (unv.) hat das Immobilienportfolio in Deutschland ausgebaut. Die Bucher-Valoren (+0,5%) bekommen derweil die Eröffnung einer Weko-Untersuchung gegen eine Tochtergesellschaft bislang nicht zu spüren.

rw/cp

(AWP)