Aktien Schweiz Eröffnung: SMI mit leicht festerem Start

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist gut gehalten in den Handel am Dienstag gestartet. Der SMI schiebt sich wieder über die Marke von 8'300 Punkten und liegt auf dem höchsten Stand seit Ende Januar. Die Impulse von Unternehmensseite halten sich in Grenzen und die Kurse würden zumeist von einer leicht positiven Grundstimmung getragen, heisst es von Marktteilnehmern. Auch von Seiten der Konjunktur gebe es wenig Richtungsweisendes. Etwas Unterstützung wird den leicht erholten Ölpreisen zugeschrieben.
06.09.2016 10:15

Vorgaben von der Wall Street gab es aufgrund des gestrigen Labour Day in den USA keine. Die Aktienmärkte in Asien zeigten sich leicht freundlich. Die Anleger würden bereits auf den Zinsentscheid der EZB am Donnerstag schauen, heisst es von Marktteilnehmern. Dabei werde insbesondere von Interesse sein, welchen Fahrplan die Euro-Notenbank bei den Wertpapierkäufen auflegt. Hierzulande fiel der BIP-Anstieg im zweiten Quartal etwas stärker aus als erwartet.

Der Swiss Market Index (SMI) liegt gegen 09.35 Uhr mit 0,14% im Plus und notiert bei 8'321,70 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,12% auf 1'265,04 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,14% auf 9'048,15 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 im Plus und 12 im Minus.

Erneut zulegen können die bereits gestern gesuchten Uhrenwerte Swatch (+1,1%) und Richemont (+0,7%) nach den positiven CEO-Aussagen zum britischen Markt. Auch Galenica (+0,8%) und LafargeHolcim (+0,5%) rangieren erneut unter den Gewinnern, ebenso wie Dufry (+0,5%) und Sika (+0,4%)

Leicht fester notieren Aktien des Technologiekonzerns ABB (+0,2%, 21,88 CHF), nachdem das Aktienresearch von Liberum das Kursziel auf 25 von 23 CHF erhöht und die "Buy"-Bewertung bestätigt hat. Der Analyst sieht ABB gegenüber dem Sektor um 20% unterbewertet und rechnet mit einer besseren Performance im Netz-Markt und einer Erholung im Öl- und Gas-Bereich.

Etwas Stütze erhält der SMI von festeren Nestlé (+0,3%, 79,30 CHF), nachdem Merrill Lynch die Abdeckung mit der Einstufung "Buy" und einem Kursziel von 97 CHF wieder aufgenommen hat. Die Pharma-Schwergewichte Novartis (+0,1%) und Roche (unv.) zeigen sich kaum verändert.

Die Assekuranzen zeigen sich uneinheitlich. Swiss Re (+0,8%) legen zu, und die Aktien von Zurich (+0,3% auf 256,40 CHF) werden durch positive Kommentare gestützt. Die Société Générale hat die Bewertung für Versicherungstitel auf "Hold" von "Sell" angehoben und das Kursziel auf 240 von 180 CHF. Swiss Life (-0,3%) und Baloise (-0,4%) geben demgegenüber ab, ebenso wie die Grossbanken CS und UBS (je -0,3%). Nach der jüngsten Erholung kommt es hier offenbar zu einer Verschnaufpause, heisst es.

Für Syngenta (-0,1%) hat ChemChina die Angebotsfrist ein drittes Mal verlängert. Die Aktionäre haben nun bis zum 8. November Zeit, das Angebot anzunehmen.

Im breiten Markt hat der Energiekonzern BKW (+1,5%) den Umsatz im Netz- und Dienstleistungsgeschäft ausgebaut, ein niedriger Strompreis führte jedoch im Energiegeschäft zu einem Rückgang. Das Ergebnis konnte gehalten werden und übertraf die Erwartungen der Analysten.

DKSH (+0,2%) verstärkt seine Onlineaktivitäten und kauft eine 51%-Mehrheit an Shanghai Sweets International. Das Unternehmen hat die Option die restlichen Anteile innerhalb der nächsten zwei Jahre zu übernehmen.

Auf der anderen Seite liegen Straumann (-2,5%, 375 CHF) im Angebot. Die Papiere werden neu von der Citigroup bewertet, der zuständige Analyst hat die Abdeckung mit einem "Sell"-Votum bei einem Kursziel von 314 CHF aufgenommen.

Das Spezialitätenpharma-Unternehmen Santhera (-0,1%) im ersten Halbjahr 2016 dank steigender Verkaufszahlen für Raxone den Umsatz gesteigert, jedoch den Verlust ausgeweitet. Basilea (-0,2%) können nicht vom Start einer klinische Phase-1/2a-Studie mit dem Onkologie-Medikamentenkandidaten BAL101553 profitieren.

Bereits am Vortag hatten die Jungfraubahnen (unv.) Zahlen vorgelegt und konnte nicht an die Rekordwerte des Vorjahres anschliessen. Das Immobilienverwaltungs- und Detailhandelsunternehmen Villars (bisher ungehandelt) hat trotz eines geringeren Umsatzes das Ergebnis durch eine strikte Kostenkontrolle deutlich gesteigert.

yr/rw

(AWP)