Aktien Schweiz Eröffnung: SMI startet mit Plus - Bâloise im Fokus

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt ist mit Aufschlägen in den Dienstagshandel gestartet. Der SMI kann damit an den leichten Aufwärtstrend der beiden vorhergehenden Handelstage anschliessen. Nachdem bereits am Vortag die Zinssorgen wieder etwas nachgelassen hatten, sorgen am Dienstag stabile Vorgaben für Unterstützung, heisst es. Hierzulande steht der Versicherer Bâloise im Fokus.
30.08.2016 10:15

An der Wall Street hatten die Indizes am Montag nach Europa-Schluss nochmals etwas zugelegt, vor allem gestützt von wie erwartet positiven Ausgaben der US-Konsumenten. Auch die asiatischen Börsen zeigten sich überwiegend freundlich. Hierzulande sind die Aussichten für die Wirtschaft derweil etwas weniger positiv als noch vor einem Monat: Das KOF-Konjunkturbarometer, ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur, hat im August deutlich nachgegeben. Das Beschäftigungsbarometer blieb hingegen stabil.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt bis 09.30 Uhr 0,46% auf 8'221,43 Punkte hinzu. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,51% auf 1'243,49 Zähler, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,34% auf 8'931,80 Stellen zulegt. Von den 30 Blue Chips notieren 25 im Plus, nur drei im Minus und zwei (Dufry, Galenica) unverändert.

Nach einem leicht enttäuschenden Semesterausweis verlieren die Titel der Bâloise 0,8%. Die Assekuranz hat einen Gewinnrückgang gemeldet und die Analystenschätzungen unterschritten. Die Stärkung der Reserven in Deutschland und das Niedrigzinsumfeld haben dabei Tribut gefordert. Operativ sei der Konzern aber ansonsten aber auf einem guten Weg, heisst es in ersten Kommentaren.

Grösste Gewinner sind LafargeHolcim (+2,1%, 52,30 CHF). Hier beflügelt die Rating-Anhebung durch HSBC auf "Buy" von "Hold". Das Kursziel steigt deutlich auf 58 von 40 CHF. Der Analyst verweist auf die Erholung in den Emerging Markets und die Massnahmen des Unternehmens zur Profitabilitätssteigerung als Gründe für die positivere Bewertung. Zudem rechnet er mit einer Sonderausschüttung an die Aktionäre. Auch Kepler Cheuvreux hat das Ziel auf 55 von 50 CHF erhöht und bleibt bei der Buy-Bewertung.

Auch andere eher zyklische Werte wie Aryzta (+1,8%), Lonza (+0,9%), SGS (+0,7%) oder ABB (+0,6%) tendieren freundlich. Die Bankentitel UBS (+0,8%), Julius Bär (+1,0%) und CS (+0,9%) legen erneut etwas zu. Bei der Credit Suisse hat die amerikanische Capital Group ihre Beteiligung auf über 5% von zuvor rund 3% aufgestockt.

Die Uhren- bzw. Luxusgüterwerte Richemont (-1,0%) und Swatch (+0,1%) unter dem Markt. Die Analysten von Bernstein halten auch nach einem drei Jahre anhaltendem Abschwung eine Bodenbildung im Luxusgüter-Zyklus derzeit noch nicht für angezeigt. Während die vorangehenden Zyklen jeweils auf konjunkturbedingte Abschwünge mit einer entsprechend folgenden Erholung zurückzuführen seien, wäre die Ausgangslage derzeit anders.

Leichte Stütze erhält der SMI von den Pharmawerten Roche (+0,6%) und Novartis (+0,4%). Beim Lebensmittelkonzern Nestlé (-0,3%) sorgt das abgeblasene Gebot von Mondelez für Hershey kaum für grosse Ausschläge, während Barry Callebaut (+0,9%) etwas deutlicher zulegen.

Im breiten Markt haben gleich sechs Unternehmen ihre Halbjahresausweise vorgelegt. Positiv hat dabei etwa Huber+Suhner (+4,2%) überrascht, die die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertreffen konnten. Auch Vetropack (+5,1%) und Allreal (+0,9%) legen nach Zahlen zu.

Santhera (1,4%) hat für eine Phase-I-Studie mit Omigapil einen Förderzuschuss von einer Viertelmillion Dollar von der FDA erhalten. Sulzer (+1,1%) konnte die Übernahme der deutschen Geka früher als geplant abschliessen.

yr/ra

(AWP)