Aktien Schweiz Eröffnung: Weiter kaum verändert vor Notenbank-Entscheiden

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit kaum veränderten Notierungen in Angriff genommen und bleibt damit weiter auf Richtungssuche. Bereits am Montag hatte sich der SMI per Saldo nicht von der Stelle gerührt. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch dürften sich die Marktakteure weiter zurückhalten, heisst es in Börsenkreisen.
26.07.2016 10:15

Die Vorgaben der Leitmärkte sind derweil verhalten: die Wall Street war mit leichten Verlusten in die Woche gestartet, in Japan ging es belastet durch den starken Yen am Morgen deutlicher abwärts. Laut einem Zeitungsbericht werden die Massnahmen, mit denen die japanische Regierung die heimische Wirtschaft ankurbeln will, weniger umfangreich ausfallen als erhofft. Impulse von den Schweizer Bluechips sind erst wieder für Donnerstag zu erwarten, wenn die Credit Suisse ihr Quartalsergebnis vorlegen wird.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 9.30 Uhr 0,02% höher bei 8'195,64 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, sinkt um 0,16% auf 1'211,19 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,02% auf 8'876,78 Zähler. Bei den 30 Blue Chips stehen 7 Gewinnern 23 Verlierer gegenüber.

Im Vorfeld der Ergebnispublikation von Ende Woche bleiben die Grossbankenaktien Credit Suisse (-1,0%) und UBS (-0,4%) im Fokus der Investoren. Die beiden Papiere hatten sich zu Wochenauftakt mit etwas deutlicheren Gewinnen vom Gesamtmarkt abgehoben. Am Dienstag gehört der Bankensektor aber wieder zu den schwächsten Europas. In Julius Bär (-0,8%) kommt es derweil zu Gewinnmitnahmen; die Papiere hatten am Montag nach starken Halbjahreszahlen deutlich zugelegt.

In Abwesenheit von Unternehmensnachrichten bewegen Analystenvoten die Kurse. So geht es etwa mit den Luxusgüteraktien von Richemont (-0,8%) und Swatch (-1,4%) abwärts. Für beide Werte hat JPMorgan das Kursziel gesenkt. Die zuständige Analystin begründet den Schritt mit den schwachen Halbjahreszahlen von Swatch und den nicht minder trüben Exportdaten der Schweizer Uhrenindustrie. Die Empfehlung für beide Aktien lautet "Neutral".

Die am Montag noch verkauften Pharmatitel Novartis und Roche (je +0,2%) sind heute wieder gesucht. Zusammen mit Nestlé (+0,3%) hieven sie den SMI im Alleingang ins Plus. Besser als der Gesamtmarkt halten sich auch andere eher defensive Valoren wie Swisscom (-0,1%) und Givaudan (+0,1%). Letztere hat die im vergangenen Mai angekündigte Übernahme des Geschäftsbereichs Spicetec Flavors & Seasonings vom US-Unternehmen ConAgra Foods abgeschlossen.

Actelion büssen dagegen 0,2% ein, nachdem das Aktienresearch von HSBC ihre Einstufung für die Papiere auf 'Hold' von 'Buy' gesenkt hat. Die Senkung wird in erster Linie mit dem starken Kursanstieg von über 40% seit Februar begründet.

Galenica steigen um 1,1%. Die Aktien des Berner Gesundheitskonzerns hatten allerdings seit Donnerstag zweistellige Kursverluste zu verbuchen. Auslöser war eine Milliarden-Übernahme in den USA und die damit verbundenen Ängste vor einer verwässernden Kapitalerhöhung.

Neben den beiden Grossbanken werden in dieser Woche auch Clariant (+0,1%), Swiss Re (-0,1%), Sika (+0,1%) und Dufry (-0,4%) mit dem Halbjahreszahlen ihre Aufwartung machen.

Am breiten Markt hat eine ganze Reihe von Small- und Midcaps Zahlen präsentiert. So stechen etwa der Chiphersteller Ams (+6,2%), der Automobil-Zulieferer Autoneum (+3,2%) und der Industriekonzern Sulzer (+2,5%) mit vergleichsweise deutlichen Gewinnen hervor. Jahreszahlen gezeigt haben auch der IT-Logistiker Also (+0,4%), der Maschinenhersteller Mikron (+1,5%) und die Bank Vontobel (+1,5%).

Gar um 16% nach oben geht es mit Newron. Das Pharmaunternehmen hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für eine Neueinreichung des Zulassungsantrages für Safinamide erhalten. Die Behörden verlangen nun doch nicht die die Durchführung weiterer Studien zu dem Parkinson-Mittel.

Diverse Aktien verlieren deutlich nach Zurückstufungen durch Analysten: so etwa Bucher (-3,9%), SFS (-2,6%) oder Straumann (-2,3%).

ra/uh

(AWP)