Aktien Schweiz: Gewinne leicht ausgebaut - Pharma-Schwergewichte gesucht

Die Schweizer Aktienbörse ist mit höheren Kursen in die Sitzung vom Montag gestartet und hat die Gewinne bis zum Mittag gar noch etwas ausgebaut. Nach der bereits festen Vorwoche (SMI +0,9%) hält der Aufwärtstrend zu Beginn der verkürzten Handelswoche (Feiertag am 1. August) damit an. Die meisten Titel notieren im positiven Bereich, wobei vor allem die beiden grosskapitalisierten Pharmawerte Novartis und Roche dem SMI Schub geben.
31.07.2017 12:55

Der SMI profitierte in der vergangenen Woche vor allem auch vom (gegenüber dem Euro) schwachen Franken. So war das EUR/CHF-Währungspaar am Freitagabend erstmals seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB im Januar 2015 über die Marke von 1,14 gestiegen. Grundsätzlich ist die Stimmung an den Märkten weiter gut. Man halte den Aktienmärkten weiterhin die Stange und bleibe in dieser Anlagekategorie überdurchschnittlich investiert, schreibt etwa die ZKB in einem Kommentar. Die nach wie vor guten Wachstums- und Gewinnaussichten liessen mittelfristig jedenfalls weiter leicht steigende Aktienmärkte erwarten.

Der Swiss Market Index (SMI) steht zur Mittagszeit 0,64% höher bei 9'076,76 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, avanciert um 0,56% Auf 1'448,65 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,67% auf 10'331,93 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren zur Berichtszeit 24 im Plus, zwei im Minus und vier unverändert.

Gesucht sind wie bereits im frühen Handel schon die grosskapitalisierten Pharmatitel, die den SMI damit wieder klar über der Grenze von 9'000 Punkten etablieren. Roche legen aktuell 1,1% zu, bei Novartis sind es 1,0%. Zusammen sind die beiden für gut 60% des SMI-Anstiegs verantwortlich. Die beiden Titel profitierten weiterhin von den kürzlich veröffentlichten Halbjahreszahlen, heisst es im Markt. Mit Nestlé (+0,6%) legt auch der grösste Schweizer Titel klar zu und erholt sich damit etwas vom Minus der letzten Woche infolge schwächer als erwartet ausgefallener Halbjahreszahlen.

Unternehmensnews sind zum Wochenbeginn derweil Mangelware. Bei den Schweizer Blue Chips hat einzig der Reisedetailhändler Dufry (+0,5%) seine Halbjahreszahlen präsentiert. Die Aktie war am Morgen zeitweise grösster Gewinner, ist jetzt aber etwas zurückgefallen. Für Phantasie sorgte vor allem die Ankündigung, dass sich Dufry einen Börsengang seines Nordamerika-Geschäftes überlegt. Die Zahlen als solche wurden derweil verhalten freundlich aufgenommen. Von einem anhaltend hohen Umsatzwachstum und Verbesserungen bei der Bruttomarge war die Rede.

Nochmals etwas im Fokus stehen auch die Aktien der Grossbanken UBS und CS (je unv.). Die beiden Banken hatten am Freitag ihre Quartalszahlen veröffentlicht, wobei der Abschluss der CS mit +3,1% deutlich besser aufgenommen worden war als derjenige der UBS mit -2,9% zum Handelsschluss. Für beide Papiere gibt es am Montag leichte Kurszielerhöhungen: für die UBS durch die Analysten der CS und für die CS durch diejenigen von Société Générale. Gesucht bzw. bester Blue Chip sind ausserdem Julius Bär (+1,7%), die ihre Avance von 8,5% nach Zahlen in der Vorwoche fortsetzen können.

Zu den grössten Gewinnern gehören nachrichtenlos die Papiere von Aryzta (+1,7%), Partners Group (+1,5%) sowie Lindt&Sprüngli N (+1,4%), im Bereich von 1% legen ausserdem Geberit, Swiss Life oder Schindler PS zu. Mühe haben derweil Lonza (-0,5%) und Clariant (-0,1%), wobei beide Titel im bisherigen Jahresverlauf sehr stark abgeschnitten haben. Nicht richtig vom Fleck kommen ausserdem auch Swatch und Vifor, die beide unverändert gehandelt werden.

Im breiten Markt legen u.a. AMS (+3,5%) deutlich zu. Die Aktien werden laut Händlern vor allem aus dem angelsächsischen Raum nachgefragt, wobei bekannte Fonds als Käufer in Erscheinung träten. Bobst (+5,1%) profitieren weiter von den am vergangenen Donnerstag vorgelegten guten Halbjahreszahlen. Vontobel (+1,7%) sowie Barry Callebaut (+0,9%) werden derweil von Kurszielerhöhungen durch Analysten angeschoben.

uh/ys

(AWP)