Aktien Schweiz - Mittagsbörse: Der SMI pendelt um die Nulllinie

Der Schweizer Aktienmarkt ist kaum verändert in die neue Woche gestartet und der Leitindex SMI pendelt am Montag in einer engen Spanne um die Nulllinie.
13.02.2017 13:00
Die Aktien der Grossbanken stehen am Montagmittag unter Druck: im Bild der Paradeplatz in Zürich mit UBS (hinten) und Credit Suisse (rechts).
Die Aktien der Grossbanken stehen am Montagmittag unter Druck: im Bild der Paradeplatz in Zürich mit UBS (hinten) und Credit Suisse (rechts).
Bild: cash

Auf der einen Seite stützt das aktuell freundliche Börsenumfeld auch den hiesigen Markt. Demgegenüber wirft das überraschend deutliche Nein der Schweizer Stimmbevölkerung zur Steuervorlage aber Fragen betreffend der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz auf. Händlern zufolge fehlen dem Markt insgesamt richtungsweisende Impulse. Mit solchen rechnen sie ab Dienstag, wenn beispielsweise die Grossbank Credit Suisse die Jahreszahlen 2016 präsentiert oder Fed-Chefin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats Red und Antwort stehen muss.

Das bestimmende Thema an der Schweizer Börse ist das Nein zur Unternehmenssteuerreform III. Unternehmen wie ABB oder Novartis bedauern den Entscheid und hoffen darauf, dass die Politik nun möglichst rasch ein neues Massnahmenpaket in Steuerfragen schnürt. Auch von Ökonomen-Seiten wird die steuerliche Planungsunsicherheit mit Sorge beobachtet. Vorläufig rechnen sie aber nicht damit, dass sich die Wirtschaftsdynamik hierzulande abschwächen wird. International hat US-Präsident Donald Trump mit dem Versprechen, in den nächsten Wochen "Phänomenales" zum Thema Steuern anzukündigen, den Börsen Aufwind verliehen. Händler wiesen zudem auf die positiven Signale hin, die Trump nach Japan und China ausgesendet hatte.

Der SMI steht um 12 Uhr minim mit 0,1% höher bei 8463 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,1% auf 1343 und der breite SPI 0,1% auf 9264 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln liegen 17 im Plus und 13 im Minus.

Finanzwerte unter Druck

Belastet wird das Sentiment im SMI nach wie vor von nachgebenden Grossbankentitel: Credit Suisse sinken um 0,2% und UBS gar um 0,9%. Die CS wird am morgigen Dienstag die Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 vorlegen und über den weiteren strategischen Kurs informieren. Dabei haben die IPO-Pläne für die Credit Suisse Schweiz über das Wochenende im Blätterwald die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bei der CS selbst verweist man diesbezüglich auf die früher gemachten Aussagen. Man sei mit den Vorbereitung dazu gut auf Kurs, heisst es in einem Statement der Bank.

Zu Reden gibt in der Bankenwelt auch die Restrukturierung der Royal Bank of Scotland (RBS). Die von Milliardenverlusten gebeutelte und verstaatlichte Bank will mit Stellenabbau und Filialschliessungen die Kosten weiter senken. Die Papiere von Julius Bär liegen mit 0,5% ebenfalls im Minus, während auch die Versicherer Swiss Re (-0,5%) und Zurich (-0,2%) oder die defensiven Swisscom-Valoren (-0,6%) nachgeben.

Ein weiteres Highlight der laufenden Woche ist der Zahlenausweis von Nestlé (-0,1%) am kommenden Donnerstag. Im Oktober hatte der Nahrungsmittelkonzern nach schwierigen neun Monaten den Ausblick auf das Gesamtjahr gesenkt und mit dem organischen Wachstum enttäuscht. Positive Tendenzen sind am Montag bei den Papieren der Pharmaschwergewichten Novartis (+0,5%) und Roche (+0,3%) zu sehen. Am stärksten gewinnen im SMI/SLI Clariant (+0,9%), Dufry, Kühne+Nagel und Richemont (je +0,8%) dazu.

Comet nach Bilanzpräsentation im Hoch

Im breiten Markt werden die Comet-Aktien (+6,1%) stark nachgefragt. Das Technologieunternehmen hat im Jahr 2016 den Umsatz und die operative Marge deutlicher gesteigert, als noch im vergangenen November anlässlich des Investorentags prognostiziert. Man habe das beste Ergebnis seit Bestehen des Unternehmens erzielt und sei mit der Wachstumsstrategie 2020 auf Erfolgskurs, liess die Gruppe verlauten.

Implenia legen um 0,7% zu, nachdem der Baukonzern von der Norwegischen Strassenbaubehörde (NPRA) einen weiteren Auftrag im Volumen von 38 Millionen Franken erhalten hat. Feintool gab die Übernahme eines Umformwerks in China bekannt und die Titel avancieren an der Börse um 0,9%.

(AWP)