Aktien Schweiz - Schweizer Börse dämmt Verluste bis Mittag etwas ein

Der Schweizer Aktienmarkt weist zum Wochenschluss zwar Verluste auf. Bis zum Mittag grenzt der Leitindex SMI die Verluste vom Handelsbeginn allerdings etwas ein.
18.05.2018 12:35

Als Belastungsfaktor erweisen sich unter anderem die Vorgaben aus den USA. Die freundliche Tendenz der asiatischen Börsen verpufft mehr oder weniger.

Weiterhin belasten geopolitische Unsicherheiten den Markt. Im Auge behalten dürften Anleger etwa die Ölpreise mit ihren jüngsten Höchstständen. Zudem bleiben die Handelsgespräche zwischen China und den USA ein Thema. In Europa beunruhigt weiterhin die Möglichkeit einer euroskeptischen Regierung in Rom die Investoren. Hierzulande sorgt vor allem der Richemont-Abschluss für schlechte Stimmung.

Der SMI steht kurz nach Mittag 0,2 Prozent tiefer bei 8970 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI sinkt um 0,3 Prozent auf 1485 und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 10'693 Punkte.

Richemont tauchen nach Zahlen

Grösste Verlierer unter den Bluechips sind die Richemont-Aktien, die um 5,1 Prozent absacken. Die Gruppe hat zwar im Geschäftsjahr 2017/2018 mehr umgesetzt und verdient - Analysten hatten allerdings insbesondere beim Gewinn deutlich mehr erwartet. Über das Ausmass der Enttäuschung herrscht jedoch Uneinigkeit. Die Einschätzung reicht von herber Enttäuschung bis zu leichter Verfehlung. Die Branchenkollegen von Swatch werden gleich in Sippenhaft genommen, die Aktie verliert 1,2 Prozent.

Stark unter Druck kommen auch die Aryzta-Aktien (-2,8%), die sich ihrem Rekordtief vom März annähern. Die Titel sind bereits seit Anfang Woche auf Talfahrt. Im Vorfeld des Quartalsupdates Ende Mai äusserten sich Analysten zurückhaltend über den Wert und die bevorstehenden Zahlen.

Dass der Markt seine Verluste etwas eindämmen kann, verdankt er vor allem den beiden Schwergewichten Roche (+0,7%) und Nestlé (+0,2%), die mittlerweile im Plus notieren. Mit dem Markt schwächer zeigt sich weiterhin Novartis (-0,2%) - trotz einer US-Zulassung für sein Migränemittel Aimovig.

SGS nach Kurzielerhöhung gefragt

Grösster Gewinner unter den wichtigsten Titeln sind die Aktien des Warenprüfkonzerns SGS (+1,5 Prozent). Zuvor hatte die Deutsche Bank des Kursziel für die Titel angehoben. Die Experten der Deutschen Bank und auch von Kepler Cheuvreux trauen dem Warenprüfkonzern ein beschleunigtes Umsatzwachstum bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität zu.

Uneinheitlich präsentiert sich der Finanzsektor. Während die Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich um die Vortageswerte pendeln, fallen die beiden Grossbanken zurück. Die UBS notiert 0,3 im Minus, die CS 0,6 Prozent.

Im breiten Markt sorgen ebenfalls Analystenkommentare für deutliche Kursausschläge. In einer Ersteinstufung empfehlen die Experten von Kepler Cheuvreux die Papiere der Onlinebank Swissquote zum Kauf. Investoren folgen dieser Aufforderung, wie das Kursplus von 5,6 Prozent zeigt.

Cosmo nach Zulassungsantrag in den USA gesucht

Weiter ziehen Cosmo-Papiere um 3,7 Prozent an. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat die Einreichung eines Zulassungsantrages genehmigt.

Nur leicht im Minus sind die Temenos-Aktien (-0,1%) - und das, obwohl sie mit einem Dividendenabschlag von 0,65 Franken gehandelt werden.

Zu den grössten Verlierern im breiten Markt zählen die Titel des Börsenneulings Polyphor, die um 4,0 Prozent auf 34 Franken abgeben. Am Dienstag waren die Papiere mit einem Kurs von 40 Franken gestartet. Der Ausgabepreis hatte bei 38 Franken gelegen.

(AWP/cash)