Aktien Schweiz: SMI bewegt sich in enger Range unterhalb 9'030 Punkten

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am letzten Tag der verkürzten Handelswoche mehr oder weniger unverändert. Nachdem die SIX am Vortag wegen des Feiertags geschlossen war, ist es ein ruhiger Wochenausklang. Bis zum Mittag bewegte sich der SMI am Freitag in einer engen Range von 20 Punkten. Damit steuert der Schweizer Leitindex aktuell auf eine stabile Woche hin - nach dem Minus in der Vorwoche und dem kräftigen Anstieg in den Wochen davor.
26.05.2017 12:44

Langfristig orientierten Investoren fehlten derzeit die Impulse, um daraus weitere Kurssteigerungen ableiten zu können, heisst es am Markt mit Blick auf die europäischen Börsen. "Kurzfristig scheint eine weitere Konsolidierung wahrscheinlich." Etwas gedämpft ist die Stimmung durch weiter rückläufige Ölpreise. Hinzu kamen am Freitag durchwachsene Konjunkturdaten aus Japan. Im weiteren Tagesverlauf richten sich die Blicke noch auf Daten zum Wirtschaftswachstum der USA sowie die von der Uni Michigan ermittelte Konsumlaune.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 11.50 Uhr 0,10% tiefer bei 9'025,92 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,21% auf 1'421,98 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) notiert unverändert bei 10'269,08. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 19 im Minus und elf im Plus.

Die Ausschläge unter den Blue Chips halten sich in Grenzen. Swatch (-2,3% oder -9,00 CHF) stechen indes etwas heraus. Die Inhaberaktien des Uhrenkonzerns müssen allerdings auch eine Dividende in der Höhe von 6,75 CHF wegstecken. Je Namenaktie (-2,2% oder -1,65 CHF) werden 1,35 CHF ausgeschüttet.

Weiter runter geht es auch für LafargeHolcim (-1,4%), Dufry (-1,2%) sowie Partners Group (-1,1%). Beide letztere Titel gehören allerdings zu den bislang grössten Gewinnern im Jahresverlauf. Der SLI-Frischling Partners Group hatte etwa im Laufe des Monats ein neues Allzeithoch markiert.

SGS (-0,4%) sind moderat tiefer gestellt. Im Handel wird auf einen durchwachsenen Zwischenbericht des britischen Mitbewerbers Intertek verwiesen - und auf Befürchtungen, dass SGS nicht so recht an Wachstumstempo zulegt. Da der Genfer Prüfkonzern keine Zahlen zum ersten Quartal vorlegt, erhalten die Aktionäre darüber erst mit dem Halbjahresergebnis Klarheit.

Deutlich schwächer tendieren zudem noch UBS und Julius Bär (-1,1%), während Credit Suisse mittlerweile (+0,9%) klar zulegen. Damit konnten letztere die anfänglichen Verluste abschütteln, nachdem S&P die Verkaufsempfehlung für die Bankenwerte bestätigte und das Kursziel auf 13,51 CHF von zuvor 14,00 CHF senkte.

Auch die Schwergewichte tendieren uneinheitlich: Während Nestlé (-0,1%) den SMI etwas belasten, legen Novartis (+0,3%) und Roche (+0,1%) moderat zu.

Klare Gewinne verbuchen neben CS dagegen noch Lonza (+1,4%) sowie SLI-Neuling Lindt&Sprüngli (+0,9%).

Von Syngenta (-2,1%), die im Zuge der Übernahme durch ChemChina mittlerweile nicht mehr im SMI vertreten sind, hält das chinesische Unternehmen nun laut vorläufigem Ergebnis - nach der Nachfrist - rund 92,2%. Dass Syngenta definitiv in die Hände der Chinesen kommt, stand allerdings bereits zum Ende der Hauptangebotsfrist Anfang Mai fest. Das Datum der Dekotierung von der SIX steht noch nicht fest.

Am breiten Markt erholen sich Ypsomed (+4,1%) ein wenig vom Minus von fast 10% am Mittwoch. Es war nach der Zahlenvorlage zum Geschäftsjahr 2016/17 zu Gewinnmitnahmen gekommen. Logitech (+1,9%) avancieren ebenfalls. Im Handel heisst es, die Aktien würden nachziehen, nachdem US-Technologiewerte wegen steigenden Gewinn- und Wachstumserwartungen laufend neue Hochs erreichten.

Verlierer aus der zweiten Reihe sind dagegen unter anderem APG SGA (-3,2% oder -16,75 CHF), die am Berichtstag 24 CHF ex-Dividende gehandelt werden. Auch Lifewatch (-1,4%) verlieren, nachdem die Aktie vorm Feiertag - nach der Nachbesserung des Übernahmeangebots durch Biotelemetry - mehr als 5% zugelegt hat.

ys/cp

(AWP)