Aktien Schweiz: SMI legt auf breiter Front zu - AMS stürzen ab

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag an den positiven Vortagestrend angeknüpft. nach einem freundlichen Start hat der Leitindex SMI seine Gewinne am Vormittag noch weiter ausgebaut. Erneut sind die Schwergewichte stark gesucht. Händler erklären die positive Stimmung unter anderem mit den starken Vorgaben von der Wall Street und mit einem hohen Anlagebedarf.
05.02.2019 11:53

Impulse für den weiteren Verlauf erhoffen sich die Händler von der Rede an die Nation von US-Präsident Donald Trump. Mit Spannung warten Marktteilnehmer darauf, welche Themen er darin ansprechen wird. Zudem stehen am Nachmittag Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungsbereich in den USA auf der Agenda. In der Eurozone sind diese zwar gefallen, allerdings weniger stark als befürchtet, was Händler als positive werten.

Der Swiss Market Index (SMI) liegt gegen 11.45 Uhr 0,86 Prozent im Plus auf 9'088,71 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) steigt um 0,94 Prozent auf 1'405,12 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,78 Prozent auf 10'624,52 Punkte. Alle drei Indizes haben damit im Laufe des Vormittages Jahreshöchststände für 2019 markiert. Von den 30 Top-Werten stehen 29 im Plus und nur AMS verlieren.

Die Aktien erleiden denn auch die mit Abstand grössten Verluste und sacken um 11,5 Prozent ab. Die Kommentatoren zeigen sich insbesondere von den sehr vorsichtigen Prognosen für das laufende erste Quartal sowie der gestrichenen Dividende enttäuscht. Der Titel steht seit einiger Zeit wegen der Absatzschwäche beim wichtigen Kunden Apple nicht mehr in der Gunst der Anleger und hat im Vorjahr beinahe drei Viertel an Wert eingebüsst.

Gefragt sind dagegen Bank-Aktien. Laut Händlern profitieren sie nach dem schwachen Wochenstart von einer Gegenbewegung. Das trifft vor allem auf die Aktien von Julius Bär zu, die am Montag nach den Jahreszahlen Terrain eingebüsst hatten. Sie gewinnen 3,2 Prozent auf 33,00 Franken. Die Titel der UBS folgen dichtauf mit +1,9 Prozent und auch die CS-Titel gewinnen mit +1,3 Prozent überdurchschnittlich hinzu.

Als Stützen des Marktes erweisen sich die Schwergewichte: Nestle legen 1,1 Prozent zu. Die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche werden um mehr als ein halbes Prozent höher bewertet. Auch andere Gesundheits-Werte wie Lonza, Sonova und im breiten Markt Straumann, Ypsomed und Coltene stehen in der Gunst der Investoren, wie die Kursaufschläge zwischen knapp 2 und 0,8 Prozent zeigen.

Auch zyklische Werte wie ABB, Clariant, Geberit und Schindler sind gefragt und gewinnen mehr als ein Prozent.

Die Aktien von Sika (unverändert) können sich im Verlauf erholen. Zunächst hatte eine Studie von Morgan Stanley den Titel ins Minus gedrückt. Die US-Bank hat die Bewertung der Papiere mit einem "Underweight"-Rating aufgenommen. Die Experten begründen diese Bewertung mit einem wenig attraktiven Risiko-Profil.

Im breiten Markt trennen sich derweil die Anleger nach einem kritischen Analystenkommentar von Komax-Aktien (-1,6% auf 255,60 Franken). Kepler Cheuvreux hat die Bewertung der Komax-Aktien mit dem Rating 'Reduce' und dem Kursziel 220 Franken wieder aufgenommen. Komax sei eine gut geleitete und weltweit führende Firma im Bereich der Kabelmaschinen. Der in 2019 erwartete Rückgang im Bereich der Autoproduktion könnte in den kommenden zwei Jahren aber Umsatz und Margen beeinträchtigen, schreibt der zuständige Analyst.

Sunrise verlieren 3,7 Prozent. Händler verweisen auf die anhaltenden Spekulationen um eine Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC, die den Telekomkonzern finanziell strapazieren könnte. Zudem hat Barclays die Empfehlung auf 'Equalweight' von 'Overweight' gesenkt.

pre/hr

(AWP)

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