Aktien Schweiz: SMI weiterhin um 8'300 Punkte

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Montagmittag nach wie vor um den Schlusskurs vom Freitag und gemessen am SMI um die Marke von 8'300 Punkten. Der Leitindex bewegt sich dabei in einer relativ engen Bandbreite von gut 30 Stellen. Die Impulse - US-Vorgaben, Ölpreis - sind wenig ausgeprägt und wirken zudem gegenläufig. Auch von Unternehmensseite gibt es kaum Neuigkeiten.
15.08.2016 12:54

Das wird sich im Laufe der Woche ändern. So stehen am (morgigen) Dienstag mit Geberit und Schindler die Abschlüsse zweier Blue-Chips-Konzerne auf der Agenda. Insgesamt werden in der Woche noch über dreissig Halbjahresabschlüsse erwartet. Diese werden laut Analysten darüber mitentscheiden, ob der SMI aus dem Band von 7'700 und 8'300 Punkten ausbrechen kann, in dem er sich seit Februar grösstenteils bewegt. Im Tagesverlauf könnten noch US-Konjunkturdaten (Immobilienmarkt sowie Frühindikator Empire State Index) für Bewegung sorgen.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12.00 Uhr 0,02% tiefer bei 8'293,36 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gibt um 0,05% auf 1'243,32 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,01% auf 9'021,11 Stellen nach. Von den 30 Blue Chips notieren 15 im Minus, zehn im Plus und fünf unverändert.

Die Kursbewegungen bei den einzelnen Blue Chips sind mit -0,6% bis 1,1% wenig ausgeprägt, und es ist auch kein eindeutiges Branchenmuster erkennbar.

Die deutlichsten Verluste erleiden aktuell Adecco (-0,6%), die in der Vorwoche nach Zahlen mit einem Plus von über 5% noch zu den Hauptgewinnern gezählt hatten. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen.

Relativ klar im Minus sind dahinter so unterschiedliche Titel wie UBS (-0,5%), Galenica und Richemont (je -0,4%) sowie Aryzta (-0,3%). LafargeHolcim (-0,3%) legen nach den Gewinnen der letzten Zeit ebenfalls eine Verschnaufpause ein. Daran ändern auch Kurszielerhöhungen durch die UBS- und Bernstein-Analysten nichts. Eine Erklärung dafür ist, dass beide Finanzinstitute an ihren "Neutral"- und "Market-Perform"-Ratings festhalten. Es blieben trotz guter Zwischenergebnisse einige Bedenken bestehen, heisst es dazu.

Die deutlichsten Gewinne verzeichnen auf der anderen Seite zur Mittagszeit Dufry (+1,1%), Sonova und Actelion (je +0,9%). Letztere hatten für einmal eine negative Vorwoche durchlebt. Die anderen Pharmatitel Novartis (+0,1%) und Roche (unv.), die in der Vorwoche ebenfalls geschwächelt hatten, bewegen sich kaum.

Swiss Life (+0,8%) legen ebenfalls relativ deutlich zu, nachdem sie schon in der Vorwoche nach Vorlage der Zahlen überdurchschnittliche Gewinne erzielt hatten. Zurich (-0,1%) können hingegen das hohe Tempo der letzten Woche nicht ganz halten.

Die schwergewichtigen Nestlé notieren aktuell zwar unverändert, im Verlauf des Vormittags markierten sie aber bei 80,05 CHF ein neues Allzeithoch. Nestlé wird am Donnerstag seinen Halbjahresbericht vorlegen. Gleichentags wird auch Swisscom (Aktie -0,3%) über die Resultate des ersten Semesters orientieren.

Neuigkeiten liegen zu Lonza (unv.) vor, die aber nur zu Handelsbeginn eine positive Wirkung auf den Kurs hatten. Der Life-Science-Konzern kauft das US-Unternehmen Interhealth Nutraceuticals und legt dafür bis zu 300 Mio USD auf den Tisch. Interhealth ist laut den Angaben ein führender Produzent von gesundheitsfördernden Nahrungsmittelinhaltsstoffen, die insbesondere für Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Analysten loben die Transaktion.

Am breiten Markt erhält Basilea (+1,9%) Applaus für die Halbjahreszahlen, jene des Immobilienentwicklers Orascom DH (-1,0%) kommen hingegen schlecht an.

Für Bewegung sorgen ausserdem Analystenkommentare: So senkt die UBS das Rating für die Titel des Schokoladenherstellers Barry Callebaut auf "Sell" von "Neutral" (-3,7%), und Kepler Cheuvreux erhöht für Forbo (+3,9%) am Tag vor der Publikation der Halbjahreszahlen das Kursziel kräftig. Markant im Plus sind ausserdem Meyer Burger (+8,4%); der Solarzulieferer wird am Mittwoch den Semesterbericht vorlegen.

rw/ys

(AWP)