Aktien Schweiz Vorbörse: Abgaben erwartet - Nordkorea verunsichert erneut

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte mit Abgaben auf den neuerlichen Atombombentest Nordkoreas am Wochenende reagieren. Laut den vorbörslichen Indikationen, und auch mit Blick auf die asiatischen Märkte, zeichnet sich jedoch eine verhaltenere Reaktion als in der Vorwoche ab, als das Regime in Pjöngjang eine Rakete über Japan hinweg abgefeuert hatte. Auch an den Devisenmärkten waren die Ausschläge geringer als am vergangenen Dienstag.
04.09.2017 08:45

Die militärischen Drohgebärden dürften bei den Anlegern jedoch erneut für Verunsicherung sorgen. Die Demonstration militärischer Schlagkraft durch Südkorea mit einem simulierten Angriff auf das Atomgelände des nördlichen Nachbarn und die Drohung einer "massiven militärischen Antwort" durch US-Verteidigungsminister James Mattis deuten noch nicht auf Deeskalation hin.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 08.25 Uhr 0,46% tiefer bei 8'900,37 Punkten. Alle vorbörslich gestellten Titel notieren im Minus in einer Spanne von 0,3% bis 0,7%.

Die Novartis-Papiere reagieren mit einem vorbörslichem Minus von 0,5% auf den angekündigten Wechsel auf dem Chefposten. Der langjährige Chef Joseph Jimenez, tritt auf eigenen Wunsch von seinem Posten zurück und wird per Anfang Februar 2018 durch Vasant Narasimhan ersetzt. Die beiden anderen Schwergewichte Roche und Nestle (-0,4%) geben in ähnlicher Grössenordnung ab.

Zykliker, Versicherungswerte und Banken leiden deutlicher unter der eingetrübten Marktstimmung. Dem kann sich am breiten Markt Helvetia (-0,5%) mit positiven Zahlen zum Halbjahr nicht entziehen. Der Konzern hat den Erwartungen entsprechend abgeschnitten und mehr verdient als vor Jahresfrist. Aus den Übernahmen der Nationale Suisse und der Basler Österreich konnten verstärkt Synergien gewonnen werden. Gleichzeitig sieht sich die Gruppe mit der Umsetzung der Strategie "helvetia 20.20" auf Kurs.

Auch die Assekuranzen Bâloise, Zürich (-0,5%), Swiss Re (-0,4%) und Swiss Life (-0,3%) tendieren tiefer. Noch deutlicher sind die Abschläge bei den Grossbanken UBS und CS mit je -0,6%. Auch gewichtige Zykliker wie ABB (-0,7%), Givaudan, Adecco (je -0,6%), LafargeHolcim oder Lonza (je -0,5%) zeigen sich vorbörslich belastet. Bei Givaudan hat die Société Générale das Rating und Kursziel erhöht, für Zürich sieht HSBC ein höheres Kursziel.

yr/rw

(AWP)