Aktien Schweiz Vorbörse: Auf breiter Front tiefer - AMS deutlich unter Druck

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte gemäss den vorbörslichen Notierungen am Dienstag deutlich tiefer eröffnen. Die Vorgaben sowohl aus den USA als auch aus Asien sind klar negativ. Die Stimmung bleibt damit wie über die vergangenen Tage von erhöhter Nervosität geprägt, was sich in einer weiterhin stärkeren Volatilität äussert. Im Fokus stehen hierzulande Schindler, AMS und Logitech nach der Präsentation von Quartalszahlen, wobei insbesondere AMS markant unter Druck geraten dürften.
23.10.2018 08:41

Das Börsensentiment wird weiterhin getrübt durch die globalen Spannungen aufgrund der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. US-Präsident Trump hat sich unzufrieden gezeigt mit der offiziellen Erklärung Saudi-Arabiens. Für Sorgenfalten bei den Investoren sorgen aber auch seine Ankündigung eines Ausstiegs aus einem Abrüstungsvertrag bzw. seine Drohung einer nuklearen Aufrüstung. Und die Ängste wegen der hohen Verschuldung Italiens beschäftigen die Marktteilnehmer ebenfalls weiterhin.

Um 08.15 Uhr steht der SMI im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,65 Prozent tiefer bei 8'807,91 Punkten.

Am deutlichsten unter Druck stehen AMS, welche vorbörslich 5,7 Prozent zurückgenommen werden. Das Unternehmen hat allerdings mit den am Vorabend vorgelegten Angaben zum dritten Quartal die Erwartungen der Analysten in etwa erfüllt oder gar leicht übertroffen. Es ist weniger das Ergebnis für das dritte Quartal, als vielmehr der enttäuschende Ausblick auf das Schlussquartal, der den Aktien zusetzen könnte. Darüber hinaus hat das Papier am Vortag beinahe 5 Prozent zugelegt.

Auch Schindler (-2,2%) geben überdurchschnittlich nach. Der Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller ist mit dem Umsatz und insbesondere mit dem Auftragseingang hinter den Prognosen zurückgeblieben.

Im angeschlagenen Börsenumfeld gibt die grosse Mehrheit der Bluechips vorbörslich nach. Mit Abgaben von je rund 0,5 Prozent gehören die Schwergewichte Roche und Nestlé noch zu den stabileren Werten, wogegen die Grossbanken UBS und CS sowie ABB Verluste im Bereich von 0,8 bis 0,9 Prozent aufweisen.

Gegen den Trend legen Logitech (+2,3%) zu, dies ebenfalls nach Zahlen. Hier ist insbesondere der Gewinn besser ausgefallen als von den Analysten vorhergesagt.

cf/rw

(AWP)