Aktien Schweiz Vorbörse: Aufwärtstrend bleibt intakt - CS unauffällig

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag im vorbörslichen Geschäft erneut fester. Damit zeichnet sich der dritte Tag in Folge mit steigenden Kursen ab. Leichte Entspannungssignale im sino-amerikanischen Handelsstreit führten zu positiven Vorgaben von der Wall Street und auch in Japan schlossen die Aktien höher. Credit Suisse gehen in etwa mit dem Markt und fallen nach der Publikation des Berichts des Verwaltungsrats zur Bespitzelungsaffäre nicht gross auf.
01.10.2019 08:45

Eine gewisse Entspannung zwischen den USA und China ergab sich, nachdem Vertreter der US-Regierung Berichte, wonach Aktien chinesischer Unternehmen von den US-Börsen verbannt werden sollten, dementiert hatten. Solche Spekulationen hatten zu Beginn der Woche das Sentiment leicht belastet. In China wird derweil aus Anlass des heutigen 70. Gründungstages der Volksrepublik nicht gehandelt, ebenso für den Rest der Woche. Die Investoren dürften die Rede des chinesischen Präsidenten Xi Jinping mit Spannung verfolgen, insbesondere mit Blick auf mögliche Signale auf die Beziehungen des Landes zu den USA und zu Hongkong.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.20 Uhr 0,26 Prozent höher bei 10'104,73 Punkten.

Mit Spannung wurde von der Credit Suisse der Bericht des Verwaltungsrats erwartet. Nach dessen Publikation fallen die Titel mit einem vorbörslichen Plus von 0,4 Prozent nicht gross auf.

Die Bespitzelungsaffäre um den ehemaligen CS-Topmanager Iqbal Khan fordert nun zwar personelle Konsequenzen, denn der operative Chef Pierre-Olivier Bouée und der Leiter der globalen Sicherheitsdienste treten per sofort zurück. Gegenüber dem CEO Tidjane Thiam spricht der Verwaltungsrat sein Vertrauen aus. Dieser habe von der Beschattung Khans nichts gewusst, hiess es.

Ansonsten präsentiert sich die Nachrichtenlage dünn. Einen Ausreisser nach unten verzeichnen Geberit (-0,5%) nach einer Ersteinstufung mit dem Rating "Underweight" durch die britische Barclays. Die Erwartungen an das organische Umsatzwachstum des Sanitärtechnikkonzerns seien vor einem unsicheren Hintergrund hoch, hiess es dazu.

In die andere Richtung geht es für Clariant (+1,3%), nachdem das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 sowie das erste Semester 2019 neu dargestellte Zahlen publiziert hat, um die Vergleichbarkeit zu verbessern.

Alle übrigen Blue Chips werden im Bereich von +0,2 bis +0,4 Prozent höher gestellt.

cf/tt

(AWP)