Aktien Schweiz Vorbörse: Eine Spur leichter erwartet

Die Schweizer Börse wird am Dienstag etwas leichter gesehen. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost seien wenig richtungsweisend, heisst es am Markt. Nach wie stehen laut Händlern die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag im Mittelpunkt. Zudem sorgt auch der Brexit für Zurückhaltung. In der vergangenen Nacht erlitt der britische Premierminister Boris Johnson eine weitere Niederlage, indem er zum zweiten Mal mit seinem Antrag auf eine Neuwahl gescheitert ist. "Daher werden die Anleger keine unnötigen Risiken eingehen", sagte ein Händler.
10.09.2019 08:40

Ökonomen erwarten von der EZB ein ganzes Bündel von Massnahmen, mit denen die Wirtschaft und die Inflation wiederbelebt werden sollen. Zuletzt ist der EZB aber auf Widerstand aus den eigenen Reihen und zunehmend auch in der Politik gestossen. Dies sorgt für eine gewisse Unsicherheit an den Märkten und widerspiegelt sich laut Händlern auch an den Bondmärkten, wo die Renditen in den vergangenen Handelstagen gestiegen sind.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.20 Uhr 0,12 Prozent tiefer bei 10'047,09 Zählern. Am Vortag hat der Leitindex 0,14 Prozent verloren.

Ob der Leitindex, der am Montag eine neue Rekordmarke bei 10'109,29 Punkten gesetzt hatte, rasch wieder an diese herankommt, müsse sich erst noch zeigen, heisst es am Markt. Der Markt habe etwas an Breite eingebüsst. "Und wenn die Korrektur bei den defensiven Schwergewichten anhält, werden wir die Marke so schnell nicht wiedersehen", sagt ein Börsianer. Am Vortag hatten vor allem Kursabschläge bei Nestlé und den Pharmaschwergewichten Novartis und Roche den SMI trotz höher notierender Finanzwerte und Zykliker im Minus schliessen lassen.

Die meisten SMI-Titel werden zwischen 0,1 und 0,4 Prozent tiefer indiziert. Erneut leichter gestellt werden Nestlé (-0,2%), Alcon (-0,2%) und Roche (-0,2%).

Gegen den Trend höher indiziert sind dagegen Novartis (+0,1%). Der Pharmakonzern hat anlässlich einer Fachtagung neue Daten zu seinen MS-Medikamenten angekündigt.

Eine weitere Ausnahme sind die Papiere von UBS (+0,7%). Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben die Empfehlung für die Grossbanktitel auf "Buy" von "Hold" mit Kursziel 13,00 Franken hochgestuft.

Am breiten Markt fallen Partners Group (-2,2%) negativ auf. Der Assetmanager hat mit seinem Halbjahresergebnis für einmal die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Auf der anderen Seite stechen die Aktien von Sonova (+1,8%) und Siegfried (+2,1%) positiv heraus. Jefferies hat laut Händlern das Rating für Sonova auf "Buy" von "Hold" erhöht, und Credit Suisse hat die Abdeckung von Siegfried mit dem Rating "Outperform" aufgenommen.

pre/uh

(AWP)

 
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