Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas fester auf breiter Front

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Montag mit etwas festeren Kursen eröffnen. Nach zwei Tagen mit leichten Kursrücksetzern zeichnet sich damit ab, dass der Leitindex SMI auch in der zweiten Oktoberwoche an die starke Performance der vergangenen vier Wochen anknüpfen kann. Die Vorgaben aus den USA sind neutral und die japanische Börse bleibt wegen eines Feiertags geschlossen. Die Stimmung bleibt aber auch nach dem eher durchzogenen Arbeitsmarktbericht aus den USA vom vergangenen Freitag positiv. Dass die Beschäftigtenzahl zurückging, war nach den Wirbelstürmen im Süden der USA erwartet worden und der Anstieg der Stundenlöhne wurde grundsätzlich positiv beurteilt.
09.10.2017 08:45

Am Morgen wurde in China der neueste "Caixin"-Stimmungsindex für den Bereich Dienstleister vorgelegt. Mit einem Rückgang auf nur noch knapp über 50 Punkte enttäuschte dieser etwas. Nach den Demonstrationen in Katalonien für einen Verbleib der Region in Spanien, bleibt aber vorerst die dortige Entwicklung und insbesondere deren Auswirkung auf den Euro im Brennpunkt der internationalen Märkte, zumal zu Wochenbeginn sonst kaum kurstreibende Nachrichten auszumachen sind.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) steht um 08.20 Uhr 0,10% höher bei 9'260,92 Punkten.

Die grössten Zugewinne verzeichnen aktuell Julius Bär (+0,7%). Die grosse Mehrheit der übrigen vorbörslich gehandelten Titel legt im Bereich von 0,1% zu, so auch die drei am stärksten gewichteten Novartis, Nestlé und Roche.

Auch LafargeHolcim (+0,1%) zeigen sich vorbörslich unauffällig. Der Zementhersteller erhält demnächst eine neue Finanzchefin, die Französin Géraldine Picaud. Sie wird Ron Wirahadiraksa ersetzen, welcher seine Karriere ausserhalb LafargeHolcims fortsetzen möchte. Er will noch für eine reibungslose Übergabe an Picaud sorgen.

Zu den wenigen Verlierern gehören Richemont und Swatch (je -0,2%). Die Titel werden von schwächeren Konjunkturdaten aus China etwas zurückgebunden. Dort hat sich der bereits erwähnte und vom Magazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den Dienstleistungssektor zurückentwickelt.

Auch Clariant (-0,4%) werden vorbörslich leicht zurückgestellt. In einem Interview mit der "FuW" vom vergangenen Samstag hatten die beiden Co-CIOs der Anlagegesellschaft 40 North und Partner bei White Tale ihre Ablehnung der geplanten Fusion mit Huntsman bekräftigt und auch noch einmal klar gemacht, dass sie weitere Anteile an Clariant zukaufen werden. Der Anteil sei mittlerweile auf "deutlich mehr als 15%" gestiegen und es werde weiter zugekauft. Ebenfalls über die Wochenendpresse liess darauf ein Clariant-Sprecher verlauten, dass man bei Clariant weiterhin zuversichtlich sei, das für die Fusion notwendige Zweidrittelmehr an der GV zu erreichen.

Im breiten Markt stehen Temenos (+1,1%) etwas unter Beobachtung und sind auch vorbörslich bereits gesucht. Der Bankensoftware-Spezialist hat über einen neuen Auftrag einer grösseren Bank berichtet. Nähere Angaben zum finanziellen Umfang des Auftrags wurden zwar keine gemacht, das Unternehmen nannte den Auftrag aber "materiell" und will anlässlich der Zahlenpublikation von kommender Woche weitere Details bekanntgeben. Darüber hinaus hat sich die Deutsche Bank positiv zum Unternehmen geäussert und das Kursziel erhöht sowie die Empfehlung "Buy" bestätigt.

Zudem fallen noch Landis+Gyr (+1,1%) und Helvetia (+0,9%) mit klareren Avancen auf.

cf/rw

(AWP)