Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas fester erwartet - Novartis stützt nach Zahlen

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte der vorbörslichen Indikation zufolge mit leichten Aufschlägen in den Dienstagshandel starten, auch wenn dies einzig starken Novartis-Aktien geschuldet ist. Die Aktien des Pharmariesen dürften den Gesamtmarkt nach Zahlen nach oben ziehen. Die Vorgaben aus den USA waren leicht negativ. Sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P-500-Index verbuchten geringe Abgaben.
18.07.2017 08:45

Das erneute Scheitern der Gesundheitspläne von US-Präsident Donald Trump belastete den asiatischen Handel. Zudem wachse in China die Sorge um kleinere Unternehmen und vor einer erstarkenden Regulierung durch die Regierung. Die politischen Unsicherheiten geraten damit bei den Investoren wieder in das Sichtfeld, heisst es von Marktteilnehmern. Am Nachmittag stehen zudem die Quartalszahlen von grossen US-Konzernen wie Johnson&Johnson oder IBM auf der Agenda, bei den Banken berichten Bank of America und Goldman Sachs.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,24% im Plus bei 9'060,45 Punkten. Dies obwohl bis auf wenige Ausnahmen alle Titel mit Abgaben im Bereich von -0,1% bis -0,2% tendieren.

Der Gesamtmarkt wird vom Novartis nach oben gezogen, deren Aktien vorbörslich 1,9% fester tendieren. Der Pharmakonzern hat beim Umsatz wie erwartet etwas nachgegeben, konnte jedoch hier wie auch beim EBIT und Gewinn pro Aktie den Konsens der Analysten leicht übertreffen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bekräftigt, und der Konzern rechnet weiter mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte.

Das zweite Pharmaschwergewicht Roche (GS -0,1%) zeigt sich demgegenüber etwas leichter, ebenso wie die Titel des Lebensmittelkonzerns Nestlé (-0,1%).

Eine weitere Ausnahme bilden die Papiere von Kühne+Nagel (+0,4%). Hier ist der Umsatz im ersten Semester zwar gewachsen, die Profitabilität des Logistikkonzerns ging gemessen an der Marge jedoch leicht zurück. Die Zahlen werden von den Analysten als im Rahmen der Erwartungen gesehen. Der Margenrückgang habe sich stabilisiert, schreibt etwa die UBS.

Die Grossbanken UBS und CS (beide -0,2%) bewegen sich am unteren Ende der vorbörslichen Spanne. Bei der Credit Suisse arbeitet das Management offenbar bereits an Plänen für die Zeit nach dem Konzernumbau. CEO Tidjane Thiam sieht laut einem internen Memo weiterhin Möglichkeiten für eine signifikante Wertsteigerung für eine restrukturierte Credit Suisse.

Im breiten Markt erhält auch Panalpina (+0,1%) etwas Unterstützung durch die K+N-Zahlen. Georg Fischer (-0,2%) hat sich im Bereich Piping Systems mit einem Zukauf in Kanada verstärkt. Das Unternehmen hat eine Minderheitsbeteiligung an dem Hersteller von vorisolierten Rohren Urecon erworben. GF übernimmt die kaufmännische und operative Leitung des Unternehmens.

Bei Dormakaba (-0,2%) kommt es per Ende Jahr zu einem Wechsel auf dem COO-Posten der wichtigen Sparte Access Solutions in der Region DACH. Kuka-Manager Alwin Berninger übernimmt für Dieter Sichelschmidt.

yr/rw

(AWP)