Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas fester - Hoffnung auf Corona-Behandlung trägt

Der Schweizer Aktienmarkt steuert am Dienstag auf einen freundlichen Handelsauftakt zu. Rückenwind kommt erneut aus den USA. Dort hat der Dow Jones auf die anfänglichen Gewinne in der letzten Handelsstunde noch eine Schippe draufgelegt. Wie bereits zu Wochenauftakt setzen Anleger auf medizinische Erfolge gegen das Coronavirus. Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigten sich hingegen die Börsen in Asien.
25.08.2020 08:45

In China etwa belasteten die bisher wenig ergiebig verlaufenen Verhandlungen im Handelsstreit mit den USA. Die Aussichten auf eine Annäherung seien ohnehin recht gering, erklärten Händler. Kurz nach dem Handelsbeginn dürften sich die Blicke der Börsianer dann auf den Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland richten.

Der von der Bank Julius Bär vorbörslich berechnete SMI notiert um 08.15 Uhr 0,32 Prozent höher auf 10'341,11 Zählern.

Bei den Blue Chips stehen Credit Suisse (+0,9%) im Fokus. Die Grossbank reorganisiert ihr Schweizer Geschäft. Filialen werden geschlossen und Arbeitsplätze abgebaut. Die CS verspricht sich von den Massnahmen jährliche Kosteneinsparungen von brutto 100 Mio Franken.

Daneben fallen nur noch UBS mit einem Kursplus von 0,7 Prozent auf. Die anderen Blue Chips legen zwischen 0,2 und 0,4 Prozent zu.

Im breiten Markt geht es mit Helvetia um 1,2 Prozent nach unten. Die Versicherungsgruppe hat mit einem IT-Projekt Schiffbruch erlitten und schrieb zudem ein schwaches Anlageresultat. Helvetia kündigte in der Folge einen Halbjahresverlust an.

Der Zugbauer Stadler Rail ist ersten Halbjahr von der Coronakrise gebremst worden. Umsatz und Gewinn lagen deutlich unter den Erwartungen der Analysten. In der zweiten Jahreshälfte soll es nach Aussagen des Unternehmens wieder deutlich aufwärts gehen. Die Börse bezahlt die Papiere trotzdem 0,7 Prozent runter.

ra/uh

(AWP)

 
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