Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas höhere Eröffnung zu erwarten

Der Schweizer Aktienmarkt steuert am Montag gemäss den vorbörslichen Kursen auf eine leicht positive Eröffnung zu. Der freundliche Trend der vergangenen beiden Handelstage könnte sich damit fortsetzen. Am ehesten gesucht sind derzeit die Aktien der beiden Pharmaschwergewichte nach Neuigkeiten von der Produktefront. Ansonsten scheinen die Bewegungen der einzelnen Aktien eher etwas zufällig.
30.09.2019 08:44

Die Stimmung zum Wochenbeginn scheint etwas ambivalent. In New York hatten die Börsen vor dem Wochenende noch unter der Sorge gelitten, dass die US-Regierung die Kapitalströme in Richtung China begrenzen könnte. Am Morgen kamen gemischte Signale aus der chinesischen Industrie. Vor der neuen Verhandlungsrunde im Handelskrieg mit den USA, die wohl am 10. Oktober stattfinden soll, hat sich die vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmung in den kleineren und mittleren chinesischen Unternehmen gebessert. Der staatliche Indikator, der vor allem bei grossen und staatlichen Industriebetrieben ermittelt wird, stieg ebenfalls leicht, blieb aber knapp unter der Wachstumsschwelle.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.20 Uhr 0,16 Prozent höher bei 10'053,69 Punkten.

Die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche ziehen im vorbörslichen Geschäft um je 0,3 Prozent an. Novartis hat gleich mit zwei Produktkandidaten die gesteckten Ziele in der Behandlung von Asthma-Patienten erreicht. Und Roche hatte am Freitagabend über Zulassungen für das Krebsmittel Tecentriq in Kanada sowie durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für Rituxan für die Behandlung von Kindern mit zwei seltenen Blutgefässerkrankungen berichtet. Für die geplante Übernahme des US-Genspezialisten Spark Therapeutics hat Roche zudem die nächste Fristverlängerung eingereicht.

Die übrigen Blue Chips werden im Bereich von 0,1 bis 0,2 Prozent höher gestellt, mit Ausnahme von Swatch (+0,4%).

Im breiten Markt zeigen sich Sunrise (+1,0%) klar fester. Der Telekomkonzern hatte am Morgen wie erwartet eine neue Kapitalstruktur zur Finanzierung der geplanten Übernahme von UPC Schweiz vorgelegt. Die benötigte Kapitalerhöhung ist mit 2,8 Milliarden Franken um 1,3 Milliarden tiefer als ursprünglich vorgesehen.

Etwas auffällig sind auch Basilea (2,1%) nach Studiendaten zu Derazantinib.

cf/tt

(AWP)

 
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