Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas leichter - schwache Technologiewerte

Der Schweizer Aktienmarkt steuert den vorbörslichen Indikationen zufolge auf einen etwas leichteren Start in die neue Woche zu. Belastet wird die Stimmung von einem Kursrutsch bei US-Technologieaktien vor dem Wochenende. Zu den schwachen Vorgaben aus den USA kommt die Unsicherheit nach der Niederlage von Grossbritanniens Premierministerin Theresa May. Zudem belaste der deutliche Fall bei den japanischen Maschinenbauaufträgen.
12.06.2017 08:45

Der Erfolg des reformwilligen und europafreundlichen französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit seiner Partei in der ersten Runde der Parlamentswahl warf derweil noch keine grossen Wellen. Das Hauptereignis für die Finanzmärkte ist in der Berichtswoche die Zinssitzung der amerikanischen Notenbank vom kommenden Mittwoch. Trotz der zuletzt schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA wird mehrheitlich die nächste Erhöhung der Leitzinsen erwartet. Am Donnerstag folgt die Schweizerische Nationalbank mit ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,13% tiefer bei 8'834,14 Punkten. Bis auf wenige Ausnahmen notieren fast alle Titel mit leichten Abschlägen von rund 0,1%.

Von Unternehmensseite sind kursbewegende News dünn gesät. Die Aktien des Personaldienstleisters Adecco bewegen sich mit dem Gesamtmarkt - der "Macron-Effekt" bleibt bisher aus. Bei der Präsidentschaftswahl von Anfang Mai hatten die Papiere noch vom Sieg des marktfreundlichen Kandidaten Macron im Schlüsselmarkt Frankreich profitiert.

Experten nannten mögliche Umschichtungen aus Technologie- in Bankaktien als Grund für den deutlichen Rückgang der Tech-Werte in den USA. Diese Sektor-Rotation könnte auch im hiesigen Handel zu sehen sein, meinen Händler mit Blick auf die hiesigen SMI-Bankenwerte Credit Suisse, Julius Bär und UBS.

Roche büssen vorbörslich 0,3% ein. Das Aktienresearch der Credit Suisse hat die "Bons" von ihrer gleichnamigen "Focus List" gestrichen, allerdings bei einer bestätigten Kaufempfehlung und einem unveränderten Kursziel.

Sonova könnten davon profitieren, dass die Titel Actelion in den Indizes S&P Europe 350 und S&P Euro Plus ersetzen. Die Veränderungen treten Anfang nächster Woche in Kraft.

News gab es von der Partners Group: Bei der Private-Equity-Gesellschaft verändert sich per 1. Juli die Geschäftsleitung. Neu werden David Layton und Juri Jenkner vertreten sein. Mehrere Personen scheiden derweil aus der Geschäftsleitung aus und die Funktion des Finanzchefs gibt es künftig nicht mehr.

Im breiten Markt fallen Basilea mit plus 0,8% auf. Das Pharmaunternehmen hat mit dem amerikanischen Adult Brain Tumor Consortium eine Vereinbarung über eine klinische Studie für den Produktkandidaten BAL101553 abgeschlossen. Bei dem Kandidaten handelt es sich um einen neuartige Tumor-Checkpoint-Controller.

Temenos (-1,1%) hat derweil ein im Jahr 2016 gestartetes Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Hintergrund für die Kursschwäche beim Bankensoftwarehersteller ist aber wohl auch der sich anbahnende Tech-Ausverkauf. Von diesem dürfte laut vorbörslichen Indikationen auch Logitech (-1,4%) tangiert sein.

ra/rw

(AWP)