Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas schwächer gesehen - Konjunktursorgen bremsen

Am Schweizer Aktienmarkt wird am Mittwoch eine etwas leichtere Eröffnung erwartet. Die negativen Vorgaben aus den USA und aus Japan dürften zwar zu einem Gutteil in dem Kursrutsch vom Vortag bereits eingepreist sein, heisst es am Markt. Die Anleger dürften sich aber zurückhalten, weil sie sich zunehmend über die Entwicklung der Konjunktur sorgten. "Der Handelsstreit der USA mit China hinterlässt zunehmend tiefere Spuren in der Wirtschaft", sagt ein Börsianer.
02.10.2019 08:45

Am Vortag hatten sich die Anleger erschreckt von schlechter als erwarteten Konjunkturzahlen aus Europa und den USA verstärkt von Aktien getrennt. Sowohl in den USA als auch in Europa waren die Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie so schlecht ausgefallen wie seit mehreren Jahren nicht mehr. Dass die für kommende Woche angesetzten Gespräche der USA mit China eine Entspannung bringen könnten, müsse sich erst noch weisen, heisst es dazu am Markt. Die Nachrichtenlage präsentiert sich zudem am Mittwoch noch als recht dünn.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.20 Uhr 0,30 Prozent tiefer bei 9'922,38 Punkten. Sämtliche SMI-Werte werden niedriger gestellt.

Den stärksten Kursrückgang verzeichnet vorbörslich die Aktie von ABB (-0,9%). Händler sprechen von einer Gegenreaktion auf den Kursanstieg vom Vortag. Der Titel des Elektrotechnikkonzerns war am Dienstag um 3,1 Prozent gestiegen.

Der Titel der Credit Suisse wird um 0,4 Prozent niedriger indiziert. Die Grossbank, die am Vortag über die Bespitzelungsaffäre eines ehemaligen Topmanagers informiert hatte, bleibt beim Franken als Berichtswährung. Allerdings würden die risikogewichteten Aktiven (RWA) ab dem vierten Quartal 2019 neu in US-Dollar berechnet, was zu einem Anstieg im Nettozinseinkommens führen soll.

Am breiten Markt werden die Aktien von Kudelski um 1,5 Prozent höher indiziert. Nagra, eine Tochter des Verschlüsselungs-Spezialisten, hat mit der amerikanischen Hockeyliga eine Partnerschaft über drei Jahre geschlossen.

Die Aktien von AMS werden um 0,3 Prozent tiefer gestellt. Der Chiphersteller hat sich im Zusammenhang mit der geplante Übernahme von Osram zwar weitere Anteile gesichert, ist aber dennoch ein gutes Stück vom Ziel entfernt. Die Angebotsfrist ist zwar um Mitternacht abgelaufen. Mit einem Ergebnis könne wohl erst am Freitagabend gerechnet werden, heisst es.

pre/ys

(AWP)

 
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