Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas tiefere Eröffnung bei ruhigem Start erwartet

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich nach der turbulenten Vorwoche ein eher ruhiger Start in die neue Börsenwoche ab. Dabei dürfte Stimmung der Anleger nach wie vor von Zurückhaltung geprägt sein, auch wenn es am Freitagabend an der Wall Street Hinweise auf eine Kurserholung gegeben hatte. Vorbörsliche Indikatoren deuten auf weitere Kursverluste im SMI hin.
15.10.2018 08:45

Die Marktlage bleibe angespannt und es bleibe die Frage, ob der Ausverkauf der letzten Woche bloss als Korrektur gewertet werden könne, oder ob es sich um eine Trendwende hin zu fallenden Märkten handle, hiess es. Nebst den noch ungelösten Fragen im Handelsstreit zwischen den USA und China beschäftigen weitere politische Themen: So ringen die EU und Grossbritannien um einen Brexit-Deal, in Italien geht es ums Budget und in Bayern sind die deutschen Koalitionsparteien geschwächt aus den Wahlen hervorgegangen.

Gegen 8.20 Uhr büsst der SMI im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,23 Prozent auf 8'640,53 Punkte ein. Dabei verlieren bis auf Roche alle Aktien an Wert. Die Anleger warten am Montag unter anderem auf die neusten Detailhandelszahlen aus den USA, die am frühen Nachmittag auf dem Programm stehen. Ausserdem legt mit der Bank of America das nächste US-Geldhaus Quartalszahlen vor.

Mit Roche tendiert zu Wochenbeginn ein Schwergewicht leicht im Plus, was dem Gesamtmarkt etwas Halt gibt. Die Basler haben positive Studiendaten zum Mittel Kadcyla zur Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Brustkrebs vorgelegt. Ausserdem hat auch die japanische Tochter Chugai mit dem MS-Produktkandidaten Satralizumab in den klinischen Tests Fortschritte erzielt.

Die beiden weiteren Schwergewichte Nestlé (-0,1%) und Novartis (-0,3%) können sich im Gegensatz zu Roche dem anhaltenden Abwärtstrend an der Börse nicht entziehen. Deutlicher geht es im vorbörslichen Geschäft für Zykliker wie ABB oder Adecco (je -0,4%) nach unten. Und auch die Banken Credit Suisse (-0,3%) und UBS (-0,4%) stehen zu Wochenbeginn unter Druck.

Am etwas breiter gefassten Markt sind vorbörslich keine Ausreisser zu sehen. Positiv dürften die Titel des Pharmaspezialisten Santhera eröffnen. Das Unternehmen hat von einem vorberatenden Gremium der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine positive Stellungnahme zu einem Prüfmedikament erhalten. Der Ausschuss empfahl die sogenannte Orphan-Drug-Designation für POL6014 zur Behandlung von Mukoviszidose.

mk/kw

(AWP)