Aktien Schweiz Vorbörse: Etwas tiefere Eröffnung erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt könnte am Freitag mit leichten Verlusten in den letzten Tag der verkürzten Handelswoche starten. Die Vorgaben aus den USA sind zwar leicht positiv, die Börsen in Asien präsentieren sich jedoch uneinheitlich. Und die Stimmung könnte an den europäischen Aktienmärkten durch den erneuten Rutsch der Ölpreise gedämpft werden. Die Rohöl-Notierungen gingen bereits am Vortag auf Talfahrt, nachdem die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit dem Ausmass der fortgesetzten Förderbegrenzung enttäuscht hatte.
26.05.2017 08:45

Hinzu kommen am Freitag durchwachsene Konjunkturdaten aus Japan. Dort bleibt der Preisauftrieb trotz einer leichten Besserung in den vergangenen Monaten schwach. Hierzulande steht ein ruhiger Wochenausklang bevor, nachdem die SIX am Feiertag am Donnerstag geschlossen war. Im Tagesverlauf richten sich die Blicke noch auf Daten zum Wirtschaftswachstum der USA sowie die von der Uni Michigan ermittelte Konsumlaune.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,32% tiefer bei 9'005,96 Punkten. Der SMI steuert derzeit auf eine stabile Woche zu, nach dem Minus in der Vorwoche und dem kräftigen Anstieg in den Wochen davor.

Swatch (-2,1% oder -8,10 CHF) stechen besonders negativ heraus. Die Uhrentitel werden allerdings ex-Dividende gehandelt - und zwar 6,75 CHF je Inhaberaktie. Je Namenaktie werden 1,35 CHF ausgeschüttet.

Clariant (-1,2%) könnten zudem etwas belastet eröffnen. Für Verunsicherung sorgt die angekündigte Fusion mit dem US-Unternehmen Huntsman. Die Anfang der Woche mit der Ankündigung erzielten Kursgewinne waren bis Mittwochabend bereits kräftig abgeschmolzen. Am Mittwochnachmittag änderte noch S&P den Rating-Ausblick für Clariant auf "developing": Erst wenn es mehr Details zum zusammengeschlossen Unternehmen gibt, soll entschieden werden, ob das Rating erhöht, gesenkt oder bestätigt wird.

Aryzta (-0,4%) meldet indes einen neuen Verwaltungsrat: James Leighton soll als unabhängiger nicht-exekutiver Verwaltungsrat gewählt werden. Die nächste Generalsversammlung ist allerdings erst Anfang Dezember. Der in Turbulenzen steckende Backwarenkonzern ist nach diversen Gewinnwarnungen und dem Abgang des Top-Managements seit einiger Zeit auf der Suche nach einer neuen Führung. Vor rund einer Woche war dabei Kevin Toland als neuer CEO vorgestellt worden.

Für Credit Suisse (-0,4%) bestätigte S&P die Verkaufsempfehlung und senkte das Kursziel auf 13,51 CHF von zuvor 14,00 CHF. Nach der Ausgabe von knapp 73 Mio Aktien (3,5% des aktuellen Aktienkapitals) - im Rahmen der Wahldividende für 2016 - nahm der zuständige Analyst die EPS-Schätzungen für 2017 und 2018 zurück.

Alle drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche (je -0,3%) tendieren im Rahmen des Gesamtmarkts. Bei Roche

Am breiten Markt kommt es zu einem Wechsel im Management von DKSH - ohne vorbörslichen Kurs. Die Spitze der Geschäftseinheit Healthcare wird intern mit neu besetzt, nachdem der bisherige Leiter zu einem Pharmahersteller wechselt.

ys/cp

(AWP)