Aktien Schweiz Vorbörse: Fester auf breiter Front

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag nach dem langen Osterwochenende mit etwas festeren Kursen in die kurze Nachosterwoche starten. Gemäss den vorbörslichen Kursen tendieren alle Bluechips mit Ausnahme der Ex-Dividende gehandelten Julius Bär leicht höher. Trotz der Nervosität wegen der angespannten Lage um Nordkorea und der Annahme des Präsidialsystems in der Türkei haben die US-Aktien am Ostermontag bei dünnem Handelsvolumen klar zugelegt und auch die Vorgaben aus Japan vom Dienstag sind positiv.
18.04.2017 08:45

Als Unterstützung für das Börsensentiment erweisen sich zu Wochenbeginn Konjunkturdaten aus China. Dort ist die Wirtschaft im ersten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Nach dem Anstieg um 6,8% im letzten Quartal des vergangenen Jahres legte die chinesische Wirtschaft mit einem Plus von 6,9% damit noch einmal zu. Für dieses Jahr hatte die Regierung eigentlich ein niedrigeres Wachstumsziel von "rund 6,5%" oder wenn möglich auch etwas mehr vorgegeben.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,12% höher bei 8'638,95 Punkten.

Im Fokus stehen zu Wochenbeginn Credit Suisse, welche vorbörslich 0,2% anziehen und damit innerhalb der Bluechips nicht weiter auffallen. Nachdem die Bank in der Nacht auf Karfreitag einen freiwilligen Verzicht der Konzernleitung auf Teile der variablen Vergütung bekanntgegeben und VR-Präsident Urs Rohner diesen Schritt in der Wochenendpresse erklärt hatte, publizierte sie am Dienstag bereits die angepassten Vergütungstraktanden für die anstehende Generalversammlung. Ob der Vergütungsbericht an der GV angenommen wird, scheint aber noch immer fraglich. Zumindest der US-Aktionärsvertreter Glass Lewis lehnt diesen noch immer ab.

Die Grossbankentitel stehen zudem unter Beobachtung, weil am Nachmittag die Bank of America und Goldman Sachs Angaben zum ersten Quartal machen werden. UBS stehen derzeit ebenfalls 0,2% höher.

Aktuell weisen praktisch alle gehandelten Titel ein Plus im Bereich von 0,1 bis 0,2% auf.

Eine Ausnahme bilden GAM, welche mit einem Plus von 0,7% etwas herausragen. Der Vermögensverwalter hat für das erste Quartal einen Netto-Neugeldzufluss ausgewiesen und auch die Höhe der verwalteten Vermögen gesteigert. Der Verwaltungsrat von GAM befindet sich bekanntlich im Vorfeld der am 27. April anstehenden Generalversammlung im Streit mit dem Investor RBR, zeigt sich in der heutigen Mitteilung aber überzeugt von der Richtigkeit seiner Strategie. Nach dem Teillohnverzicht bei der Credit Suisse wird indes nun auch bei GAM die Vergütungsstruktur überprüft.

News gab es am Wochenende und zum Wochenbeginn auch von den beiden Pharmaunternehmen Roche und Novartis, welche sich beide mit dem Markt bewegen. Roche publizierte verschiedene Neuigkeiten zu diversen Produkten, darüber hinaus äusserte sich CEO Severin Schwan in einem Interview mit der Wochenendpresse positiv mit Blick auf die Fortschritte in der Krebsforschung. Novartis hat von FDA für das Krebsmedikament CTL019 den Status "Therapiedurchbruch" erhalten und gleichzeitig den Ausbau einer Forschungszusammenarbeit mit Allergan bei der Bekämpfung einer Leberkrankheit angekündigt.

Julius Bär (-2,3% oder -1,14 CHF) werden Ex-Dividende von 1,20 CHF gehandelt.

cf/tp

(AWP)