Aktien Schweiz Vorbörse: Fester erwartet - "Gut laufende" Handelsgespräche

Der Aufwärtstrend an der Schweizer Börse könnte am Freitag gemäss vorbörslichen Indikationen anhalten. Positive Kommentare von US-Präsident Donald Trump zum Verlauf der Handelsgespräche und die Hoffnung auf einen Kompromiss im Brexit-Streit sorgen laut Händlern für eine positive Stimmung an den Finanzmärkten. Wie stark die Gewinne letztlich ausfallen, werde sich allerdings noch weisen müssen. Vor dem Wochenende sei die Risikobereitschaft in der Regel nämlich eher gering. "Es kann gut sein, dass Anschlusskäufe im Verlauf wieder abebben", so ein Marktbeobachter.
11.10.2019 08:40

Die Verhandlungen liefen "wirklich gut", hatte Trump am Donnerstagabend in Washington gesagt, ohne konkreter zu werden. Er verwies auch erneut auf sein geplantes Treffen mit dem chinesischen Delegationsleiter, Vizepremier Liu He, am Freitag im Weissen Haus. Nach einer angedeuteten Annäherung zwischen Grossbritannien und Irland im Brexit-Streit berät am Freitag die Europäische Union über Chancen auf einen Kompromiss mit London. Erwartet wird eine Entscheidung, ob sich Verhandlungen vor dem EU-Gipfel Ende nächster Woche lohnen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI legt bis um 08.15 Uhr um 0,24 Prozent auf 9'926,69 Punkte zu. Sämtliche 20 SMI-Werte ziehen an. Am Vortag war der Leitindex um 0,74 Prozent gestiegen.

Neben den politischen Ereignissen sind die Impulse dünn gesät. Am Nachmittag werden in den USA noch die Daten zum Konsumentenvertrauen veröffentlicht. Firmennachrichten sind bisher spärlich. Das wird sich kommende Woche aber ändern, wenn unter anderen der Pharmariese Roche, der Lebensmittelmulti Nestlé sowie der Bankensoftware-Hersteller Temenos ihre Angaben zum dritten Quartal veröffentlichen.

Am Freitag werden vorbörslich sämtliche SMI-Werte um bis zu rund einem Viertelprozent höher indiziert. Einzig Richemont sind um 0,5 Prozent fester gestellt. Händler erwähnen in diesem Zusammenhang erneut den unerwartet guten Quartalsbericht, den der Weltmarktführer LVMH am Mittwochabend veröffentlicht hatte.

Am breiten Markt fallen die Aktien von Dufry und Arbonia mit einem Kursplus von je 1,2 Prozent auf. Dufry kann in Brasilien Steuern zurückfordern. Es wird mit einem einmaligen positiven Effekt von 40 bis 50 Millionen Franken gerechnet.

Bei Arbonia sei kein wirklich relevanter Grund auszumachen, sagte ein Händler. Es sei aber sicher erfreulich, dass der Bauzulieferer im russischen Stupino einen neuen Produktionsstandort in Betrieb genommen habe.

pre/ys

(AWP)

 

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