Aktien Schweiz Vorbörse: Fester - L&S überzeugen nicht, Logitech dagegen sehr

Am Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Dienstag nach zwei schwachen Tagen eine etwas höhere Eröffnung ab, wobei der SMI die Marke von 8'900 Punkten wieder ins Visier nimmt. Dabei weisen alle vorbörslich gehandelten Titel bis auf Lindt & Sprüngli nach schwachen Zahlen positive Vorzeichen auf. Auffallend sind insbesondere Logitech nach einem starken Quartalsergebnis. Die Vorgaben aus den USA und aus Asien sind eher durchzogen.
25.07.2017 08:45

Nebst den zahlreichen Spezialsituationen achten sich die Marktteilnehmer am Berichtstag auch auf den ifo-Index für die deutsche Wirtschaft, dem wichtigsten Exportland für die Schweiz. Am Dienstag beginnt aber auch bereits das zweitägige Meeting der amerikanischen Notenbank. Das Fed wird am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Geldpolitik berichten, wobei allgemein davon ausgegangen wird, dass vorerst kein weiterer Zinsschritt vorgenommen wird.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,20% höher bei 8'916,33 Punkten.

Unter den Bluechips ziehen Julius Bär (+1,7%) am stärksten an. Die Titel knüpfen damit an die starke Performance des Vortages (+4,5%) im Anschluss an die guten Halbjahreszahlen an. Mittlerweile sind für den Titel weitere Kurszielerhöhungen vorgenommen worden, so etwa von UBS und CS oder auch von der Royal Bank of Canada.

Mit einem Plus von 4,2% übertreffen aber Logitech alle anderen Aktien bei weitem. Das Unternehmen hat im ersten Quartal sowohl mit dem Umsatz als auch mit den relevanten Gewinnziffern die Erwartungen der Analysten klar übertroffen und auch die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben.

Auffallend sind noch Adecco mit einem Plus von 1,8%, während die weiteren SMI-Aktien jeweils zwischen 0,1 und 0,2% zulegen.

Auf die andere Seite geht es für Lindt&Sprüngli (-2,4%) bergab. Der Schokoladehersteller hat mit den Semesterzahlen die Erwartungen der Analysten mehrheitlich verpasst, wobei vor allem das organische Wachstum enttäuschend ausgefallen war. Gleichzeitig wurde auch der Ausblick auf das Gesamtjahr zurückgenommen.

Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche stehen je 0,2% höher. Das Pharmaunternehmen Roche hat in der Schweiz die Zulassung für Gazyvaro zur Behandlung von follikulärem Lymphom erhalten. Dies wird in Marktkreisen für die Kursentwicklung allerdings nicht als matchentscheidend erachtet.

Wenig auffallend bewegen sich auch Credit Suisse (+0,2%) nach einer Aufstufung durch Mainfirst auf "Neutral" von "Underperform". Mainfirst sieht eine grosse Chance, dass sich die Grossbank im Wealth Management gut entwickle. Zudem dürften die Abwärtsrisiken nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung begrenzt sein, heisst es zur positiveren Einschätzung.

Im breiten Markt stehen nach Zahlen verschiedene Unternehmen wie AMS, Autoneum, Mikron, Cembra Money Bank, HBM, CFT im Fokus.

cf/cp

(AWP)