Aktien Schweiz Vorbörse: Freundlich auf breiter Front

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Montag im vorbörslichen Geschäft etwas fester. Die Vorgaben aus den USA vom Freitag sind einmal mehr positiv, ebenso jene aus Japan vom Montagmorgen. Dort wird das Börsensentiment vom Wahlsieg der rechtskonservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Shinzo Abe gestützt.
23.10.2017 08:45

Hierzulande stellt sich zu Wochenbeginn die Frage, ob der SMI nach seinem Rücksetzer der vergangenen Woche - dem ersten nach fünf positiven Wochen - wieder in den Aufwärtsmodus schalten kann. Zumindest gemäss den vorbörslichen Kursen scheint dies vorerst der Fall zu sein. Impulse von Unternehmensseite sind am Montag nur wenige vorhanden, dies wird sich allerdings im Wochenverlauf ändern. Insgesamt haben acht Bluechip-Unternehmen ihre Quartalsdaten angesagt. Von übergeordnetem Interesse ist zudem die Sitzung der EZB vom kommenden Donnerstag.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI steht um 08.20 Uhr 0,18% höher bei 9'253,50 Punkten.

Überdurchschnittlich gesucht sind bei den 30 Top-Verten insbesondere Vifor Pharma (+1,1%). Laut Händlern hat eine US-Bank den Titel in ihr Anlageuniversum mit der Einstufung "Buy" aufgenommen.

Ansonsten weist die Mehrheit der Aktien im vorbörslichen Handel ein Plus im Bereich von 0,2% auf. Die bereits vergangene Woche gut gelaufenen Credit Suisse setzen sich mit einem Plus von 0,3% leicht ab. Die Titel stehen etwas im Fokus, da der Hedgefunds RBR Capital Advisors von Rudolf Bohli am Freitagabend seine Pläne hinsichtlich der Zukunft der CS dargelegt und sich in verschiedenen Interviews dazu geäussert hat. Im Wesentlichen bestätigte er, was bereits bekannt war, nämlich dass die Bank in drei Einheiten aufgeteilt werden soll. Bohli liess aussesrdem verlauten, dass er seinen Anteil von derzeit rund 100 Mio CHF auf 1 Mrd CHF vergrössern möchte.

Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche bewegen sich im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Nestlé und Roche hatten vergangene Woche nach den Quartalszahlen noch zu den auffälligeren Verlierern gehört, wobei insbesondere Roche mit einem Wochenminus von über 4% auffielen. Novartis hat am Montagmorgen über den Erhalt des Status "Breakthrough Therapy" für eine Kombinations-Therapie aus Tafinlar und Mekinist erhalten, dies für die Behandlung einer spezifischen Art von Hautkrebs.

Im breiten Markt fallen Basilea (+1,7%) mit einem deutlicheren Plus auf. Das Biopharma-Unternehmen hat eine Meilensteinzahlung über 5 Mio CHF erhalten. Ausgelöst wurde diese, weil die Verkäufe des Anti-Pilz-Medikaments Cresemba in den USA einen ersten vereinbarten Schwellenwert überschritten haben.

Auch Cosmo (+1,0%) ragen etwas heraus, hat das Biotech-Unternehmen doch von der FDA für den Produktkandidaten Aemcolo in der Behandlung von Patienten mit Reisedurchfall sowohl den Status Fast Track als auch QIDP (Qualified Infectious Disease Product) erhalten.

Leonteq (-1,3%) sind im vorbörslichen Handel die einzigen Verlierer. Der Titel wird von einer Rückstufung durch die Credit Suisse auf "Neutral" von "Outperform" gebremst; die Rückstufung erfolgt aus Bewertungsgründen.

cf/uh

(AWP)