Aktien Schweiz Vorbörse: Gegenbewegung nach schwachem Wochenstart erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt könnte nach den deutlichen Kursverlusten zum Wochenstart am Dienstag zu einer Gegenbewegung ansetzen. Darauf deuten zumindest die vorbörslichen Indikationen hin. Die Vorgaben aus Übersee geben dabei keine klare Richtung vor. So sind die US-Vorgaben für Standardwerte zwar besser, für Technologiewerte dagegen eher belastend. In Asien finden die Börsen an diesem Morgen ebenfalls keine einheitliche Richtung.
09.10.2018 08:43

Trotz der etwas fester erwarteten Notierungen werden Händler nicht müde zu betonen, dass die Unsicherheit derzeit hoch sei. Faktoren wie die hohen Zinsen in den USA, der sich verschärfende Ton zwischen Rom und Brüssel und die Folgen der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China bleiben demnach Dauerthemen. Gerade die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und den verschiedenen Handelspartnern ist denn auch ein Grund für den IWF, seine Wachstumsprognose für das laufende und kommende Jahr zu senken.

Gegen 8.20 Uhr gewinnt der SMI im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,27 Prozent auf 8'988,19 Punkte. Die 9'000er-Marke ist damit wieder in greifbarer Nähe. Die Mehrzahl der Blue Chips gewinnt zwischen 0,1 und 0,3 Prozent hinzu.

Grösster Ausreisser sind die Aktien von Givaudan mit +1,8 Prozent. Der Aromen- und Riechstoffkonzern hat an diesem Morgen mit seinen Umsatzzahlen die Berichtssaison zum dritten Quartal eröffnet. So ist das Unternehmen in den ersten neun Monaten weiter gewachsen. Alle Regionen und Produktsegmente haben zu diesem Wachstum beigetragen.

Mit einigem Abstand folgen noch die Genussscheine von Roche mit einem vorbörslichen Plus von 0,5 Prozent. Der Pharmakonzern hatte am Morgen für den anstehenden Esmo-Fachkongress eine Vielzahl neuer und detaillierterer Studienergebnisse angekündigt.

Sowohl Schwergewicht Nestlé (+0,2%) als auch der Spezialchemiekonzern Clariant (+0,2%) machen derweil mit möglichen Verkaufsplänen von sich reden. So verkauft der Nahrungsmittelkonzern seine Produktionsstätte für gekühlte Milchprodukte in Malaysia für umgerechnet etwa 37 Millionen Franken.

Bei Clariant plant Konzernchef Hariolf Kottmann, mit dem Verkauf von weniger dynamischen Geschäftsteilen 1 bis 2 Milliarden Franken Einnahmen zu erzielen.

Zudem gehören die Aktien des Logistikers Kühne + Nagel (+1,5%) nach einer Hochstufung durch die RBC noch zu den grössten Gewinnern.

hr/cf

(AWP)