Aktien Schweiz Vorbörse: Gehalten - Givaudan, Swatch und Richemont fest erwartet

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag im vorbörslichen Geschäft wenig verändert. Die Vorgaben von den wichtigsten Überseebörsen fallen gemischt aus und halten insgesamt auch kaum Impulse bereit. An der Wall Street bröckelten die Kurse am Montag in einer feiertagsbedingt ruhigen Sitzung in der zweiten Handelshälfte noch etwas ab. In Asien wiederum präsentiert sich die Börse in Tokio fest, dies nach der Börsenpause vom Vortag. Hierzulande fallen Givaudan, Swatch und Richemont mit vorbörslichen Avancen auf - Givaudan nach dem Umsatzausweis und die Luxusgüteraktien nach überraschend guten Zahlen der Konkurrenz.
10.10.2017 08:45

Die Stimmung an den Finanzmärkten wird weiterhin von der verworrenen Lage in Katalonien geprägt. Mit Spannung wird am Abend die Rede des Chefs der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, vor dem Parlament von Barcelona erwartet. Sollte er tatsächlich die Unabhängigkeit ausrufen und den Konflikt mit Madrid somit weiter eskalieren lassen, könnte dies auch als Anlass genommen werden, an der Börse mal ein wenig Kasse zu machen, heisst es. .

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) steht um 08.20 Uhr 0,02% höher bei 9'261,45 Punkten.

Bei den Blue Chips stehen Givaudan (+0,7%) nach dem Umsatzausweis vom Morgen unter grösserer Beobachtung. Dabei hat der Aromen- und Riechstoff-Hersteller im Rahmen der Markterwartungen zugelegt und beschleunigte das Umsatzwachstum im dritten Quartal im Vergleich zum ersten Halbjahr. Erste Analystenkommentare fallen positiv aus. Das Quartalswachstum wird dabei als "stark" und "beeindruckend" bezeichnet.

Gefragt sind zudem die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Swatch (+1,0%) und Richemont (+1,0%). Hier sorgen die Zahlen der französischen Konkurrentin LVMH für Zuversicht. Diese schnitt mit dem organischen Umsatzwachstum im Herbstquartal deutlich besser ab als von Analysten prognostiziert.

Alle anderen SMI-Werte notieren kaum verändert mit negativem Grundton. Das gilt für die Vortagesverlierer CS genauso wie für die -gewinner LafargeHolcim und die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche.

Am breiten Markt stehen Bossard nach Umsatzzahlen unter Beobachtung. Das Verbindungstechnik-Unternehmen hat im dritten Quartal 2017 sein hohes Wachstumstempo aus dem ersten Semester in etwa gehalten und die Markterwartungen leicht übertroffen.

Alpiq gab die Übernahme des britischen Bahntechnik-Unternehmens Lundy Projects mit 160 Mitarbeitenden bekannt. Etwas im Blick sind auch Mikron, nachdem der Maschinenbauer den Abgang von Finanzchef Martin Blom meldete.

cp/rw

(AWP)