Aktien Schweiz Vorbörse: Höhenflug vorerst gebremst - Roche und Clariant gesucht

Der Schweizer Aktienmarkt steuert am Donnerstag gemäss den vorbörslichen Kursen auf eine tiefere Eröffnung zu. Dabei verzeichnen praktisch alle vorbörslich gehandelten Unternehmen ein Minus, mit Ausnahme derjenigen die Zahlen publiziert haben, so etwa Roche und Clariant. Nach dem Zwischenspurt im Anschluss an den ersten Wahlgang in Frankreich, der den SMI an den ersten drei Handelstagen der Woche auf ein neues Jahreshoch katapultiert hatte, scheint damit die Luft aber vorerst etwas draussen.
27.04.2017 08:45

Nach dem Anstieg des SMI von über 3% über die letzten drei Tage, müssten diese Gewinne vorerst einmal konsolidiert werden, hiess es in Marktkreisen. Dazu habe sich die Stimmung nach den mit Spannung erwarteten Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin zur geplanten Steuerreform etwas eingetrübt. Die Ankündigungen der US-Regierung hätten den hohen Erwartungen der Finanzmärkte nicht entsprochen, was zwar einerseits nicht überraschend gekommen sei, gleichwohl aber eine gewisse Enttäuschung hervorgerufen habe.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr 0,08% tiefer bei 8'822,93 Punkten.

Roche stehen nach den Umsatzzahlen zum ersten Quartal klar im Fokus und gehören mit einem aktuellen Plus von 0,4% zu den wenigen Gewinnern. Insbesondere der Bereich Pharma und dort einige Blockbuster wie Rituxan, Herceptin oder Avastin haben Umsätze am oberen Ende der Erwartungen erreicht. Aber auch ein Hoffnungsträger wie Tecentriq oder auch die Division Diagnostics schlugen den Konsens leicht.

Clariant verzeichnen nach Angaben zum ersten Quartal gar ein markantes Plus von 1,8%. Nicht nur beim Umsatz, auch beim bereinigten EBITDA hat der Spezialitätenchemiekonzern aus Basel die Analystenerwartungen in den ersten drei Monaten ziemlich deutlich übertroffen.

Ebenfalls jeweils nach Angaben zum Geschäftsverlauf stehen am breiten Markt Straumann 2,4% und Sulzer 1,9% höher.

Gegen den Trend ziehen bei den Blue Chips noch Swatch um 0,2% an, die grosse Mehrheit der Titel wird dagegen im Bereich von 0,1 bis 0,2% tiefer gestellt. So auch Julius Bär, welche nach dem Abgang des ehemaliger Asien-Chef nicht auffallen.

Auffallend sind dagegen Lonza (-1,5%), welche nach einem starken Vortag mit einem Plus von gegen 4% und überhaupt einer starken Entwicklung bereits in den Vortagen im Zusammenhang mit dem quartalsmässigen Business Update, nun unter Gewinnmitnahmen leiden.

Klares Schlusslicht sind Swiss Life (-3,4%), dies allerdings wegen des Abzugs der Dividende.

Im breiten Markt stehen etwa noch Bucher Industries nach Zahlen im Fokus oder nach jeweils kleineren Akquisitionen Gurit und BKW.

cf/rw

(AWP)