Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert - Adecco im Fokus

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte den Handel am Dienstag kaum verändert eröffnen. Nachdem die Anleger am Vortag noch erleichtert, aber nicht euphorisch auf die Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten reagiert hätten, kehre an der Börse nun vorerst etwas Ruhe ein, so ein Händler. Dabei wachse aber die Sorge, dass das Aktienrally der letzten Wochen zu schnell und zu steil verlaufen sei.
09.05.2017 08:45

Die Börsen seien auf immer mehr gute Nachrichten angewiesen und das Enttäuschungspotenzial nehme zu, so der Händler weiter. Am heutigen Dienstag sind allerdings wichtige Konjunkturdaten, die den Börsianern neue Kaufargumente liefern könnten, Mangelware. Bei den Unternehmen zieht hierzulande der Personalvermittler Adecco die Aufmerksamkeit mit guten Zahlen zum ersten Quartal auf sich. Hingegen belastet der Dividendenabgang der Credit Suisse den Gesamtmarkt.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.20 Uhr mit -0,06% leicht schwächer bei 9'033,99 Punkten. Das die Unsicherheiten am Markt abnehmen, zeigt sich auch anhand des Volatilitätsindex VSMI. Dieser ist am Montag um beinahe 9% zurückgegangen.

Adecco gewinnen im vorbörslichen Geschäft 1,6% dazu. Die Gruppe ist im ersten Quartal weiter gut gewachsen und hat dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Besonders gut hat sich das Geschäft in europäischen Märkten wie Frankreich oder Italien entwickelt. Einen leichten Rückgang musste Adecco allerdings bei der Marge hinnehmen.

Auf der Gegenseite fallen die Aktien der Credit Suisse am Tag des Dividendenabgangs von 0,70 CHF je Titel um 4,5% oder 0,69 CHF zurück. Goldman Sachs hat derweil das Kursziel für die CS im Rahmen einer Sektorstudie leicht angehoben und die "Buy"-Empfehlung bekräftigt. Auf für die UBS (+0,1%) wurde das Kursziel leicht erhöht.

Die Aktien von Bâloise (+0,8%) könnten am Berichtstag von einer Ratingerhöhung auf "Buy" durch die UBS profitieren. Der zuständige Analyst sieht für den Versicherer im Vergleich zu den Branchennachbarn für die Gewinnentwicklung und die Kapitalrendite beste Möglichkeiten. Dagegen empfiehlt er die Titel von Helvetia (Aktie: -0,5%) neu zum "Verkauf". Hier ortet er eine zu hohe Erwartungshaltung für die internationalen Einheiten der Gruppe.

Die Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis bewegen sich im vorbörslichen Geschäft kaum vom Fleck. Den Novartis-Papieren könnte eine positive Nachricht zum Krebsmedikament Kisqali am Berichtstag etwas Unterstützung bieten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat Kisqali (Ribociclib, LEE011) in Kombination mit Femara (Letrozol) in der Behandlung einer bestimmten Brustkrebsart die Zulassung erteilt.

mk/cf

(AWP)