Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert - Pharmatitel, CS und Swiss Re stützen

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag im vorbörslichen Handel kaum verändert. Damit scheint der SMI Mühe zu haben, an die beiden positiven Vortage anzuknüpfen. Die Mehrheit der Titel notiert zwar im Minus, gestützt wird der Gesamtmarkt aber von den Avancen der beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis. Geprägt wird das Börsengeschehen insbesondere aber von den Quartalsberichten von Credit Suisse, Swisscom und Swiss Re, welche allesamt höher gestellt werden.
02.11.2017 08:44

Der Zinsentscheid der US-Notenbank vom Vorabend spielte an den Märkten keine grosse Rolle. Wie erwartet liess sich das Fed die Möglichkeit für eine weitere Anhebung der Zinsen im Dezember offen. Mit Spannung wird indessen die für heute erwartete Bekanntgabe des künftigen Fed-Chefs durch US-Präsident Donald Trump erwartet. Als Favorit für die Nachfolge von Janet Yellen, deren erste Amtszeit im Februar 2018 endet, gilt Jerome Powell, was sich zuletzt auch in entsprechenden Medienberichten manifestierte. Die Bekanntgabe dieser Personalie ist allerdings erst für den Nachmittag in den USA vorgesehen.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.20 Uhr 0,01% tiefer bei 9'267,09 Punkten.

Credit Suisse liegen mit einem Plus von 1,0% im vorbörslichen Geschäft an der Spitze. Die Bank hat mit den für das dritten Quartal vorgelegten Zahlen die Markterwartungen mehr oder weniger getroffen. Und mit den Kosteneinsparungen sieht sich das Institut auf Kurs, um die Ziele für das laufende Jahr zu erreichen.

Swiss Re (+0,8%) dürften an die Avancen der vorangegangenen Tage anknüpfen. Aufgrund von milliardenschweren Rückstellungen für Schadenersatzforderungen aus Naturkatastrophen weist der Rückversicherungskonzern aus Zürich für die ersten neun Monate zwar einen Verlust aus, dies wurde aber erwartet. Und dennoch will das Unternehmen das ursprünglich geplante Aktienrückkaufprogramm umsetzen, was als Zeichen der Stärke ausgelegt wird. Die gebuchten Bruttoprämien lagen weitestgehend im Rahmen der Konsensschätzungen.

Als dritter Bluechips hat Swisscom die Zahlen vorgelegt und gehört in der Folge mit einem Plus von 0,4% ebenfalls zur kleinen Schar der Gewinner. Das Telekomunternehmen hat mit dem Quartalsausweis sämtliche Schätzungen der Analysten übertroffen. Als Stütze erwies sich dabei die Italientochter Fastweb. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden überdies bestätigt.

Gestützt wird der Gesamtmarkt von den Schwergewichten Roche und Novartis (je +0,1%), während alle übrigen Titel unter den Bluechips um 0,1 bis 0,3% nachgeben.

Bei den Nebenwerten fallen nach Zahlen noch Valiant mit einem Plus von 0,6% auf sowie AMS mit einem solchen von 1,8% nach einer Aufstufung durch Morgan Stanley auf "Overweight". Basilea (+0,8%) erhalten Auftrieb von einer Meldung über Fortschritte bei der Kommerzialisierung von Cresemba in Europa.

Nach einer Gewinnwarnung für das laufende Jahr stehen noch Mikron unter Beobachtung. Ausserdem hat der bisherige Börsenkandidat Poenina seine Pläne nun konkretisiert und eine Preisspanne für das IPO von 40 bis 46 CHF festgelegt.

cf/ra

(AWP)