Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert - Sorge vor Handelskrieg bleibt

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte nach Kursabschlägen vom Vortag in ruhigeres Fahrwasser treiben und am Donnerstag kaum verändert eröffnen. Während der europäische Handel zur Wochenmitte mit Sorgen um den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie um Währungsturbulenzen in Schwellenländern unter Druck gekommen war, entwickelte sich an der Wall Street zumindest der Leitindex Dow Jones stabil. Gewinnmitnahmen waren hingegen bei US-Techwerten zu sehen.
06.09.2018 08:45

Die Unsicherheit unter den Anlegern sei allerdings weiterhin gross, warnen Händler. Die Furcht geht um, dass US-Präsident Donald Trump in den kommenden Stunden neue Strafzölle auf chinesischen Waren verhängen wird. Und auch die Schuldensituation in Italien stosse einigen Anleger sauer auf, hiess es. In den USA werden derweil am Nachmittag mit dem ADP-Index Indikationen zum Arbeitsmarktbericht vom Freitag erwartet.

Um 8.20 Uhr steht der SMI im vorbörslichen Handel von Julius Bär 0,06 Prozent tiefer bei 8'863,93 Punkten. Bei den meisten Blue Chips sind kaum Bewegungen auszumachen: Aktien wie jene der Grossbanken UBS und Credit Suisse oder von Zyklikern wie ABB oder Adecco treten mit einer leicht negativen Tendenz auf der Stelle.

Eine Ausnahme bilden die Papiere der Pharmakonzerne, die sich in entgegengesetzte Richtung entwickeln. Während Novartis dem Markt mit einem Plus von 0,6 Prozent Halt geben, drücken Roche mit minus 0,7 Prozent auf den SMI.

Novartis hat den Verkauf eines Teils des US-Generika-Geschäfts der Tochter Sandoz an die indische Aurobindo Pharma zum Preis von 0,9 Milliarden US-Dollar gemeldet und dürfte heute an der Börse davon profitieren. Demgegenüber muss Roche drei weitere Monate auf die US-Zulassung seines Immuntherapeutikums Tecentriq für eine bestimmte Form von Lungenkrebs warten.

Bei Nestlé (-0,04%) könnte eine Kurszielsenkung durch Goldman Sachs den Kurs belasten. Allerdings hat das US-Finanzhaus die Kaufempfehlung bestätigt. Geberit stehen ohne News mit 0,5 Prozent im Plus.

Am breiten Markt hat Börsenneuling Polyphor auf sich aufmerksam gemacht. Einerseits präsentierte das Pharmaunternehmen Halbjahreszahlen und musste einen Verlust ausweisen. Andererseits will sich die dänische Novo mit 6,8 Millionen Franken an Polyphor beteiligen.

Romande Energie hat im ersten Halbjahr auch dank einer Steigerung im Dienstleistungsbereich den Umsatz und den Betriebsgewinn gesteigert, wies aber einen tieferen Reingewinn aus. Der Verlust auf der Alpiq-Beteiligung hat auf das Resultat gedrückt.

mk/kw

(AWP)