Aktien Schweiz Vorbörse: Kaum verändert - Uhrentitel unter Druck

Der Handel am Schweizer Aktienmarkt dürfte am Dienstag weiter von Zurückhaltung geprägt sein. Die US-Vorgaben präsentierten sich mehr oder weniger neutral und so dürfte das Abwarten auf dem derzeit hohen Kursniveau weitergehen, heisst es im Handel. Derzeit fehlten ganz einfach wichtige Impulse, welche die Börsen in die eine oder andere Richtung treiben könnten.
21.03.2017 08:45

Am Schweizer Markt spielt die Musik am breiten Markt, wo einige weitere Unternehmen Geschäftszahlen vorgelegt haben. Um die Blue Chips-Firmen ist es derweil nachrichtenmässig ruhig. International blicken die Anleger zurück auf die TV-Debatte zu den im kommenden Monat anstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Dabei sei die Rechtspopulistin Marine Le Pen mit ihrem Vorhaben eines Euro-Austritts auf harten Widerstand gestossen, hiess es in ersten Kommentaren.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete Swiss Market Index (SMI) notiert um 08.25 Uhr um 0,03% tiefer bei 8'692,37 Punkten.

Mit rückläufigen Kursen ist bei den Aktien der Swatch Group (vorbörslich: -1,0%) und von Richemont (-0,8%) zu rechnen. Auch wenn Swatch-Chef Nick Hayek in den vergangenen Wochen optimistische Töne angeschlagen hat und sowohl für seine Gruppe als auch für die Branche 2017 mit einer Rückkehr zu Wachstum rechnet, zeigen die am Morgen veröffentlichten Exportdaten der Schweizer Uhrenindustrie (noch) ein anderes Bild. Im Februar 2017 sind sie nämlich nominal gegenüber der Vorjahresperiode um deutliche 10% gesunken, dies nach einem Rückgang um 6,2% bereits im Januar.

Nebst den Uhrenaktien büssten noch die Grossbanken UBS und Credit Suisse mit je 0,3% an Wert ein, ansonsten haben die Gewinner die Oberhand. So stehen auch die Schwergewichte Roche, Novartis und Nestlé im vorbörslichen Handel leicht im Plus.

Swiss Re (+0,4%) könnten am Dienstag von einer Kurszielerhöhung durch die Bank Berenberg profitieren, jedoch bestätigten die Experten gleichzeitig die "Sell"-Empfehlung. Sie halten die Konsens-Schätzungen für die Schaden- und Unfall-Rückversicherung für zu hoch, ebenso wie die für den Bereich Corporate Solutions.

Bei der Gesundheitsgruppe Galenica (vorbörslich kein Kurs) sorgt eine von der Wettbewerbskommission (Weko) verordnete Busse für Aufsehen. Die zur Gruppe gehörende HCI Solutions wurde von der Weko mit 4,5 Mio CHF gebüsst. HCI habe im Bereich der Kommerzialisierung von elektronischen Medikamenteninformationen in der Schweiz eine marktbeherrschende Position inne und habe diese missbraucht, heisst es. Galenica selbst erachtet die Verfügung der Weko als "sachlich und rechtlich falsch" und will sie ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen.

Im breiten Markt geht die Berichtssaison weiter. Zahlen haben am Dienstag Unternehmen wie Partners Group, Vetropack, Conzzeta, Peach Property, Schlatter, Komax, Orell Füssli oder Crealogix vorgelegt.

mk/uh

(AWP)